Die periradikuläre Therapie (PRT) im offenen MRT: unter Bildgebung ohne Strahlenbelastung
Minimalinvasive Behandlung von schmerzhaften Bandscheibenvorfällen

PD Dr. Hans-Peter Dinkel

(Quelle: Radiologie LA)

Wer unter starken Rückenschmerzen leidet, fühlt sich im Alltag in seiner Lebensqualität oft erheblich beeinträchtigt. Nachts kein erholsamer Schlaf, tagsüber die Bewegungsaktivitäten eingeschränkt – für den Patienten oft ein zermürbender Zustand.

Schmerzursache ist häufig ein Bandscheibenvorfall, also eine Irritation eines Spinalnerven durch ausgetretenes Material aus der Zwischenwirbelscheibe. Hierbei können teils heftige Schmerzen entstehen, die sich bis in die Beine oder Arme ziehen. In schweren Fällen kann es zu einem Taubheitsgefühl kommen, im Extremfall zu Muskelausfall und Lähmungen. Ein anderes Problem sind Entzündungen der Facettengelenke, also der kleinen Verbindungen zwischen den Wirbeln.

Ob tatsächlich ein Bandscheibenvorfall beziehungsweise eine Facettengelenksentzündung vorliegt, kann eine Untersuchung im MRT (Magnetresonanztomographie) abklären. Bestätigt sich der Verdacht, sollte die Weiterbehandlung am besten interdisziplinär zwischen den Ärzten wie dem Neurologen oder Hausarzt, der den Patienten gut kennt, und dem Radiologen besprochen werden.

In schweren Fällen kann eine Operation notwendig sein. Bevor jedoch dieser Schritt erwogen wird, bietet sich als sanfte Alternative die Behandlung mittels minimalinvasiver Schmerztherapie, der periradikulären Therapie (PRT) oder der Facettengelenksinfiltration an. Dadurch verschwinden die schmerzhaften Beschwerden meist sehr schnell. Oft ist der Patient schon nach der ersten Behandlung innerhalb weniger Stunden schmerzfrei. Gegebenenfalls kann die Behandlung wiederholt werden. Auf diese Weise bleibt dem Patienten nicht nur die Qual wochenlanger Schmerzen erspart, sondern es kann in vielen Fällen auch eine Operation vermieden werden.

Minimalinvasive Schmerztherapie – schnelle Schmerzlinderung

Die PRT ist ein Verfahren, bei dem ein entzündungshemmendes Medikament direkt an die entzündete Nervenwurzel gespritzt wird. Dort kann es seine Wirkung am schnellsten entfalten und die Entzündung sowie die Schmerzen zum Verschwinden bringen.

Unter Zuhilfenahme bildgebender Verfahren kann der Arzt die Entzündung exakt verorten und die Medikamente kontrolliert und punktgenau an die entzündete Stelle setzen. Üblicherweise wird dieses Verfahren im Computertomographen (CT) durchgeführt. Ein Nachteil dabei ist, dass dies für den Patienten immer mit Strahlenbelastung einhergeht.

Im MRT oder Kernspin hingegen, fällt keinerlei Strahlung an. Die besondere Bauweise des offenen MRT-Gerätes bietet für die Durchführung der Therapie ideale Voraussetzungen: Die offene Gerätearchitektur ermöglicht dem Arzt freien Zugang zum Patienten im Gegensatz zum Tunnelsystem. Ohne Strahlenbelastung kann die Behandlung in Ruhe durchgeführt werden. Das Ergebnis kann sofort in der Bildgebung kontrolliert und gegebenenfalls leicht nachjustiert werden. So kann sichergestellt werden, dass das schmerzlindernde Medikament wirklich exakt verabreicht wird und optimal wirken kann. Nach der Behandlung verbleibt der Patient für circa eine halbe Stunde zur Beobachtung in der Praxis. In den meisten Fällen ist in diesem kurzen Zeitraum schon eine deutliche Schmerzlinderung eingetreten. Gezielte Schmerzlinderung ist von zentraler Bedeutung: Der Patient kann sich im Alltag wieder möglichst „normal“ bewegen und wird in die Lage versetzt, an weiterführenden Maßnahmen, wie zum Beispiel Physiotherapie et cetera, teilzunehmen.

Minimalinversive Schmerztherapie (3 Einträge)

 


Privatinstitut für Radiologie und Kernspindiagnostik Priv.-Doz. Dr. Dinkel

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