Prof. Dr. med. Jürgen Ußmüller ist Spezialist für Speicheldrüsentumore
In besten Händen

(Quelle: © Manuela Drossard-Peter)

Knubbel auf der Haut oder beim Zahnarztbesuch entdeckte Schwellungen im Mund sind oft die ersten Hinweise auf eine Speicheldrüsenerkrankung. Nicht immer verbirgt sich dahinter gleich ein Tumor. Für eine fundierte Diagnostik bietet das HNO Zentrum Regensburg ein breites Spektrum von Untersuchungsmöglichkeiten an. Bei der Speichelgangendoskopie, auch Sialendoskopie genannt, wird ein winziges Endoskop in die Speichelgänge eingeführt. Die integrierte Kamera ermöglicht es, Tumore oder deren Vorläufer früh zu entdecken. Auch Speichelsteine werden gefunden und können – je nach Lage und Größe – direkt während der Untersuchung entfernt werden. Ist der Speichelfluss gestört, kann auch der Speichelgang während des minimalinvasiven Eingriffs geweitet werden. Ultrasonographische Untersuchungen der Drüsen zeigen Verletzungen, Entzündungen oder Anomalien auf. Die Kontrastmitteldarstellung des Speicheldrüsengangsystems in der digitalen Volumentomographie macht bösartige Tumore, aber auch gutartige Gewebeveränderungen wie das pleomorphe Adenom, sichtbar. Zur weiterführenden bildlichen Diagnostik arbeitet Prof. Dr. med. Jürgen Ußmüller mit einem Institut für Radiologie zusammen, das per Magnetresonanztomographie (MRT) zusätzlich detaillierte Bilder des Weichgewebes liefert.

Komplexer Eingriff – volles Vertrauen

Bei der operativen Behandlung von Speicheldrüsentumoren gilt es in erster Linie, eine Krebserkrankung auszuschließen. Darüber hinaus müssen die Gesichtsmuskulatur und die Nerven geschont werden, um Mimik und Gefühl zu erhalten. Das ist besonders bei Tumoren an der Ohrspeicheldrüse eine komplexe Herausforderung, denn durch diese Drüse führt der Gesichtsnerv, auch Fazialisnerv genannt. Der Patient muss sich daher auf die Kompetenz des Chirurgen absolut verlassen können. Denn, wie bei jedem Eingriff im Bereich des Gesichts, spielt für den Patienten auch das ästhetische Ergebnis eine entscheidende Rolle.

Ihr Experte für Speicheldrüsenchirurgie

MRT-Darstellung eines Innenlappentumors (Sternchen im Foto) der Ohrspeicheldrüse

Prof. Dr. med. Jürgen Ußmüller ist seit gut 30 Jahren Experte auf diesem Gebiet. Selbst bei schwierigen Tumorbefunden und gravierenden Entzündungsprozessen operiert er sicher und routiniert, schenkt aber auch allen Patienten mit weniger schwerwiegenden Erkrankungen der Speicheldrüsen seine volle Aufmerksamkeit. Weit mehr als 1.000 Eingriffe an der Ohrspeicheldrüse (Parotis) und dem Gesichtsnerven (Fazialis) hat er bisher erfolgreich durchgeführt. 

Ablauf der Operation

Direkt unter dem Ohr wurde dieser Patientin ein großer Speicheldrüsentumor entfernt.

Das Ziel einer Tumoroperation ist es, den Tumor vollständig zu entfernen, ohne Nerven zu verletzen, und am Ende ein ästhetisches Ergebnis zu erreichen. Dafür hat Prof. Ußmüller ein einzigartiges chirurgisches Konzept entwickelt, in dem verschiedene Techniken kombiniert werden: Es systematisiert die verschiedenen Darstellungen des Gesichtsnervs und etabliert ein Fazialismonitoring während des Eingriffs. Bei der Operation nutzt der Operateur eine extrem feine Diathermieschere, die die durchtrennten Blutgefäße bereits beim Schneidevorgang thermisch wieder verschließt. So entstehen fast keine Blutungen. Das beschleunigt die Heilung und der Arzt kann die hauchdünnen Nervenäste immer gut im Blick behalten. Die Verästelungen des Gesichtsnerven werden freigelegt, der Tumor wird entfernt und bei Bedarf werden Muskeln verschoben, um die Konturen des Gesichts zu erhalten. Während des gesamten Prozesses befindet sich der Patient in Vollnarkose. Die nötigen Schnitte werden möglichst unauffällig, etwa im Schatten des Unterkiefers, gelegt, damit die dünnen Narben später kaum auffallen. Patienten müssen für diesen komplexen Eingriff mit einem stationären Aufenthalt von vier bis fünf Tagen rechnen.

Kompetenzzentrum für Speicheldrüsenerkrankungen, Parotis- & Fazialischirurgie

Vita Professor Dr. med. Jürgen Ußmüller

  • Studium der Humanmedizin an der Julius-Maximilians-Universität zu Würzburg     
  • Facharztausbildung: HNO-Abteilung Bundeswehrkrankenhaus Hamburg, Allgemeines Krankenhaus Hamburg-Barmbek, Univ.-HNO-Klinik Hamburg-Eppendorf
  • 1988 Promotion Hauttransplantationschirurgie nach drittgradigen Verbrennungen (Experimentelle Chirurgie, Uniklinik Würzburg)     
  • 1998 Habilitation im Fach Hals-Nasen-Ohrenheilkunde: „Die chronische sialektatische Parotitis – Klinik, Pathomorphologie und Ätiopathogenese“ und Erhalt der Venia legendi (Lehrbefugnis)     
  • 1999 Ernennung zum Universitätsprofessor (C3) durch den Hamburger Senat     
  • Ab 2008 Aufbau HNO ZENTRUM REGENSBURG mit Etablierung der kompletten Kopf- und Halschirurgie     
  • 2019 Gründung des Privatkrankenhauses CANDIS CLINIC sowie der Praxisklinik CANDIS CARE in Regensburg
     

Speicheldrüsen: klein aber lebensnotwendig

Über seine Speicheldrüsen macht sich niemand Gedanken, solange sie gesund sind. Dabei sind sie unverzichtbar. Sie unterstützen durch die Speichelproduktion den Nahrungstransport und im Speichel enthaltene Enzyme starten bereits im Mund den Verdauungsprozess. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Erkrankungen der Kopfspeicheldrüsen, die komplexe Krankheitsbilder hervorrufen können. Eine große Expertise, wie die von Prof. Ußmüller am Kompetenzzentrum für Speicheldrüsenerkrankungen, Parotis- und Fazialischirurgie, ist daher Voraussetzung für eine optimale Behandlung.

Infektionen und Tumore

Viren, Bakterien oder auch Speichelsteine in den Gängen der Speicheldrüsen können zu schmerzhaften Entzündungen führen, die Schwellungen und Fieber auslösen. Sie können meist konservativ behandelt werden, in schweren Fällen ist eine Operation angezeigt. Tumore der Speicheldrüsen stören nicht nur die Funktion der Drüsen und des Gesichtsnervs, sie können auch eine Gefahr für das Leben darstellen. Ein Speicheldrüsentumor ist dennoch kein Grund zur Panik. Etwa ein Viertel der Tumore, die sich meist an der Ohrspeicheldrüse bilden, ist tatsächlich bösartig. Weit seltener entartet das Gewebe auch an den Unterkiefer- und Unterzungenspeicheldrüsen sowie den kleinen, im Mundraum verteilten Speicheldrüsen. Allerdings sollten sicherheitshalber sowohl benigne als auch bösartige Tumore operativ entfernt werden.

Für ein persönliches Gespräch steht Professor Ußmüller in seiner Sprechstunde gerne zur Verfügung.



Candis Clinic

Candis Clinic

Beschreibung

Privatklinik für spezielle HNO-Chirurgie und plastische Operationen des Gesichts
  • HNO
  • Fazialis, Ohr, Nase, Speicheldrüsen
  • Schulter, Ellenbogen
  • Schlafmedizion
  • Erstklassige OP-Bedingungen für kooperierende Fachärzte

Candis Clinic

Kontakt

Straubinger Str. 26
93055 Regensburg
Telefon 0941 46376510

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