Von Dr. Jonas Lehner, Facharzt für Oralchirugie
Sofortimplantate und die unmittelbare Versorgung von Implantaten

Wenn ein Zahn zerstört ist und entfernt werden muss, besteht häufig die Möglichkeit, gleich im Anschluss an die Entfernung des Zahnes ein Implantat in das leere Zahnfach zu setzen. Mediziner sprechen in diesem Fall von einem "Sofortimplantat". Meistens muss das Implantat die Länge der zuvor entfernten Zahnwurzel etwas überschreiten, um ausreichend stabil zu sein. Nach dem Einbringen verheilt der Kieferknochen rund um das Implantat, so wie es auch ohne Implantat von Natur aus passieren würde.

Beim herkömmlichen Vorgehen werden Implantate erst nach einer gewissen Wartezeit nach der Entfernung eines Zahnes eingesetzt, wenn die Verknöcherung des Kieferknochens abgeschlossen ist. Im Anschluss an das Setzen eines Implantats dauert es noch circa drei Monate bis die Verankerung im Kiefer ausreichend stabil ist, um z.B. eine Krone auf das Implantat setzen zu können. Im Vergleich zum herkömmlichen Vorgehen ergibt sich bei der Sofortimplantation also häufig eine Halbierung der Zeit zwischen Zahnentfernung und dem Einsetzen einer neuen Krone, was von Patienten sehr geschätzt wird. Schwellung und Schmerzen nach dem Eingriff lassen sich dabei auf ein Minimum reduzieren, da bei Sofortimplantaten meistens weder geschnitten noch genäht werden muss.

Wie sicher ist die Sofortimplantation?

Sicherheit geht vor. Grundsätzlich ist die Sofortimplantation seit einer Weiterentwicklung der Oberflächen der gängigen Implantatsysteme absolut vergleichbar mit den Erfolgen des herkömmlichen Vorgehens. In einigen internationalen Zentren werden daher weit über die Hälfte der Implantate als Sofortimplantate eingesetzt. Um erfolgreich und sicher Sofortimplantate setzen zu können, benötigt es spezielle Kenntnisse und langjährige Erfahrung des Implantologen, um entscheiden zu können, welche Situationen für die Sofortimplantation geeignet sind und in welchen Situationen ein herkömmliches Herangehen mit längerer Wartezeit sinnvoller und eben auch sicherer ist.

Können Implantate auch sofort mit festen Zähnen versorgt werden?

Das ist möglich. So können wir fast auf ein Jahrzehnt an Erfahrung mit sofort versorgten Implantaten zurückblicken. Dabei ist die aus vielen Medien bekannte Methode "All-on-4" oder "feste dritte Zähne an einem Tag" nur für einen sehr kleinen Teil der Patienten geeignet, die Implantate benötigen, nämlich solche, die sämtliche Zähne eines Kiefers verloren haben oder demnächst verlieren werden. Viel größer ist der Bedarf, einzelne verloren gegangene Zähne sofort mit einem Implantat und einer Krone oder Brücke darauf zu versorgen, vor allem wenn sich die Zähne im sichtbaren Bereich befinden. Dr. Jonas Lehner: "Ziel bei einem Sofortimplantat und der Versorgung mit einer Zahnkrone in der gleichen Sitzung ist es, den entfernten Zahn so weit zu imitieren, dass dem Zahnfleisch vorgegaukelt werden kann, dass sich gar nichts verändert hat. Als ob man einen Zahn, den man sich bei einem Sturz ausgeschlagen hat, wieder zurücksteckt und der dann wieder anwächst, als wäre nie etwas passiert."

Auch hier gilt: Sicherheit geht vor. Mit Erfahrung und nach ausführlichen Analysen (z.B. 3D-Röntgen) wird abgewogen, ob die Situation für diese Art von Versorgung geeignet ist. Dabei darf die provisorische Krone während der ersten drei Monate nicht zu stark belastet werden. Deshalb werden die Patienten ausführlich unterrichtet und die provisorischen Kronen so gestaltet, dass keine maximale Kraft darauf ausgeübt werden kann. Wiederum nach circa drei Monaten kann dann eine endgültige Krone oder Brücke eingesetzt werden, die dann uneingeschränkt für das gewohnte Abbeißen oder Kauen vorgesehen ist.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Nach wenigen Stunden verlässt der Patient die Praxis mit einem festen Zahnersatz, egal, ob der ganze Kiefer ("All-on-4"TM) oder einzelne Lücken betroffen sind und umgeht so das mehrmonatige Tragen von schlecht passenden, provisorischen Prothesen. Die Patienten von Dr. Jonas Lehner sind dankbar für die Möglichkeit, die er ihnen eröffnet, da sowohl die Zeit der Behandlung als auch die Begleiterscheinungen wie Schwellung und Schmerzen um ein Vielfaches geringer ausfallen.

Dr. Jonas Lehner, Facharzt für Oralchirugie (5 Einträge)

 


Praxis für Zahnheilkunde Dr. Jonas Lehner

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