Von Dr. Caroline Malle
Für ein langes Kaninchenleben

Welches Kind möchte nicht ein flauschiges Kaninchen in seinen Armen halten? Doch neben dem Kuschelspaß bringt ein solches Tier noch viel mehr mit ins Haus: nämlich Verantwortung. Hier sollten Eltern gut abwägen. Ist mein Kind reif genug, die Bedürfnisse dieses niedlichen Haustieres zu erkennen und zu respektieren? Haben wir genügend Platz für den aufgeweckten, neugierigen Hausgenossen, der neben einem sicheren, geräumigen Stall auch Freifläche zum Auslauf benötigt? Wer übernimmt die Fütterung und Pflege und wer versorgt unser Kaninchen, wenn wir auf Reisen sind? Können wir für die nötigen Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt und die empfohlenen Impfungen aufkommen und was passiert, wenn größere Behandlungen notwendig werden?

Freude am neuen Hausgenossen

Wenn alle diese Fragen geklärt wurden, können beim seriösen Verkäufer weitere Fragen geklärt werden. Tierheime und Züchter können beraten und wissen, welche Rasse für wen geeignet ist. Und hier gibt es beträchtliche Unterschiede. Ein Zwergwidder bringt zum Beispiel rund zwei Kilogramm auf die Waage, ein deutscher Riese bis zu elf Kilogramm. Ein Angora-Kaninchen bedeutet einen hohen Pflegeaufwand, denn es muss regelmäßig geschoren werden. Rex-Kaninchen haben ein extrem kurzes Fell.

Wichtiger als die Physiognomie des Tieres ist aber, dass das Tier robust und widerstandsfähig ist. So sollten ruhig auch Rassedispositionen wie zum Beispiel Zahnprobleme und Anfälligkeiten erfragt werden. In dieser Hinsicht sollte auch gut überlegt werden, ob man sich wirklich ein reinrassiges Tier, das zur Zucht geeignet ist, anschaffen möchte oder ob ein possierliches Mischlingskaninchen nicht geeigneter als neuer Hausgenosse ist. Selbstverständlich gibt es hier auch größere Unterschiede im Anschaffungspreis.

Das artgerechte Futter und der richtige Stall

Das ideale Kaninchenfutter besteht aus einer Mischung aus frischem Salat, Gräsern und Blättern, rohem Gemüse wie etwa Möhren und Sellerie sowie Heu als Raufutter. Kaninchenzähne wachsen immer weiter. Das ideale Futter sorgt für einen gesunden Abrieb.

Zwiebelarten, Kartoffeln und Brot sollten hingegen nicht zugefüttert werden. Sie verursachen zum Teil schwere Verdauungsstörungen oder sind sogar giftig für das Kaninchen. Zuckerhaltige Belohnungen und Getreide in Fertigfuttermischungen sind ebenfalls nicht geeignet für die gesunde Ernährung eines Kaninchens.

Kaninchen sind sehr aufgeweckt. Deshalb muss der ideale Kaninchenstall nicht nur eine gewisse Größe haben, sondern auch genug Möglichkeiten zur Beschäftigung. Ein Bereich zum ungestörten Schlafen ist ebenso unerlässlich für einen gesunden, zufriedenen Hausgenossen. In der Freiheit leben Kaninchen nämlich in geschützten Bauten. Kaninchen haben normalerweise auch immer einen bestimmten Bereich als Toilette. Neben einem Wassernapf oder einer Tränke sollten zwei Näpfe für Rau- und Frischfutter bereitstehen.

„Schwachstellen“ des Kaninchens

Kaninchen sind Meister im Verstecken von Krankheitsanzeichen. Deshalb sollten Besitzer ihre Tiere gut im Blick haben, auf körperliche Auffälligkeiten und ungewöhnliches Verhalten achten. Lieber einmal umsonst zum Tierarzt als eine mögliche Krankheit verschleppen. Typische Problemstellen von Kaninchen sind die Augen, die Zähne, das Fell und die Verdauung. Tränende Augen, auffälliges Kauverhalten, wunde oder nässende Stellen und Durchfall sind Warnsignale, die immer ein Fachmann abklären sollte.

Vorsorge und Schutz für ein langes Leben

Der Tierarzt sollte ein junges Tier am besten einmal auf Herz und Nieren prüfen. Einmal jährlich stehen dann auch die Impfungen auf dem Plan. Unbedingt erforderlich ist eine Immunisierung gegen die sogenannte „Chinaseuche“. Unbehandelt sterben an dieser hämorrhagischen Viruserkrankung die Tiere innerhalb weniger Tage.

Gegen eine Ansteckung mit der gefährlichen Myxomatose, die zum Beispiel durch Insekten und auf der Wiese geerntetes, kontaminiertes Futter übertragen wird, kann eine Impfung wirksamen Schutz bieten.

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