Von Dr. med. dent. Christoph Bäuml
Vollkeramische Implantate – stabil, dauerhaft und gut verträglich

Im Laufe unseres Lebens können wir durch Unfälle oder degenerative Prozesse Zähne verlieren. Was früher zu Zahnlosigkeit geführt hat, ist heute kein Drama mehr - dank der Implantologie. Ein kleiner, stabiler Pfosten aus biokompatiblen Metallen oder Keramiken wird anstelle der fehlenden Zahnwurzel in den Kieferknochen gesetzt und fungiert als Stütze für den neuen Zahn. Um mich auf diese bewährte Behandlungsmethode zu spezialisieren, habe ich bereits während des Studiums die Weiterbildung bei der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie (DGZI) mit der Hilfe eines Stipendiums für die besten fünf Prozent meines Studienfaches begonnen und als jüngster Absolvent 2013 abgeschlossen. Den Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie habe ich von der DGZI als jüngster Zahnarzt überhaupt im Jahr 2016 verliehen bekommen.

Das Implantat - ein stabiles Fundament

Bis das Zahnimplantat stabil und sicher im Kieferknochen befestigt ist, dauert es in der Regel zwischen sechs und zwölf Wochen. Danach können an der künstlichen Wurzel einzelne Kronen, mehrgliedrige Brücken oder herausnehmbare Prothesen befestigt werden. Fast jede Indikation kann heute mittels Implantologie behandelt werden. 98 Prozent der Patienten sind laut einer in Deutschland durchgeführten Umfrage "glücklich" oder "sehr glücklich" mit ihren Dentalimplantaten. Damit diese Quoten erreicht werden können, braucht jeder Patient das Implantat, das zu ihm passt. Um Unverträglichkeiten vorzubeugen, setzen immer mehr Patienten und Implantologen auf metallfreie Vollkeramik-Implantate.

Metallfrei für bessere Verträglichkeit

Seit mehr als 40 Jahren werden in der Zahnmedizin Implantate aus dem Material Titan eingesetzt. Sie sind langlebig und stabil und werden meist gut vertragen - man kann also von einer Erfolgsgeschichte sprechen. Dennoch gehen immer mehr Implantologen dazu über, statt der Implantate aus Metall bevorzugt solche aus reiner Keramik zu verwenden. Warum?
Obwohl reines Titan im Vergleich zu anderen Metallen immunologisch sehr gut verträglich ist, gibt es Patienten, bei denen ein herkömmliches Titanimplantat eine immunologische Fehlantwort des Körpers provoziert. Wenn man sich davor schützen möchte, kann man einen Bluttest machen (Lymphozytentransformationstest, LTT-Test), um herauszufinden, ob Abwehrzellen auf Titanimplantate mit einer Abstoßungsreaktion antworten. Bei den keramischen Implantaten sind keine Abwehrreaktionen der körpereigenen Zellen bekannt.

Die Vorteile reiner Keramik-Implantate

Die Vollkeramik-Implantate bestehen aus veredeltem Zirkon. Das aufgrund seiner Farbe auch "weißes Gold" genannte Mineral löst im Gegensatz zu Titan oder Gold keinerlei Fremdkörper-Reaktionen im Kiefer aus. Im Gegenteil: Die Vollkeramik-Implantate aus Zirkon werden vom Kieferknochen sehr gut angenommen und eingebaut. Vor allem die Zahnfleischbildung wird durch Zirkon in besonderer Art und Weise positiv angeregt und ist mit der Zahnfleischbildung am Titanimplantat in keiner Weise zu vergleichen. So erhält das Weichgewebe rund um das Implantat schnell nach der Operation wieder seine natürliche Form. Weil Zirkonoxid-Implantate extrem bruchfest sind, kommt es praktisch nie zu Brüchen des Materials. Auch Temperaturschwankungen verursachen keine Probleme, da Keramik als Werkstoff ein extrem schlechter Wärmeleiter ist. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass es auch bei langer Tragezeit keine Partikel an seine Umgebung abgibt - was im Vergleich zu Titan das Entzündungsrisiko senkt. Die Oberfläche des Materials ist so beschaffen, dass Plaque sich schwer anheften kann. Ein weiterer Vorteil ist für die Gesundheit nicht relevant, aber umso wichtiger für die Ästhetik: Zirkonoxid ist fast weiß. Selbst bei Implantaten in der Frontzahnreihe fällt dem Betrachter so nicht auf, dass Zahnersatz vorhanden ist. Durchschimmernde Metallränder können so auch im Vergleich zu verschiedenen Titanimplantatsystemen dauerhaft vermieden werden.

© Institut Straumann AG, 2015. Alle Rechte vorbehalten. Mit freundlicher Genehmigung der Institut Straumann AG


(Quelle: Institut Straumann AG)


Zahnarzt Dr. Christoph Bäuml

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