Von Dr. med. Hans–Ulrich Voigt
Gesunde, schöne Haut – Die Synthese aus Medizin und Ästhetik

Facharzt für Dermatologie, Allergologie, Phlebologie, ästhetische und ambulante Operationen

Jeder fünfte Deutsche bekommt im Laufe seines Lebens Hautkrebs. Schwarzer Hautkrebs ist noch immer lebensbedrohlich, hat durch die verbesserte Frühdiagnostik und dadurch wesentlich höhere Heilungsraten aber ein wenig von seinem Schrecken verloren. Die Gefahr des weißen Hautkrebses liegt mehr in seiner manchmal aggressiven Wachstums- und lokalen Zerstörungstendenz, die zur Entstellung und zur Funktionsbeeinträchtigung bis hin zu Verlust von Auge oder Nase führen kann. Hier ist das Risiko der späten Entdeckung besonders groß, da weißer Hautkrebs oft unspektakulär als kleines Knötchen, rötliche, schuppende Stelle oder als kleine, nicht abheilende Wunde beginnt - häufig als "Pickel", "Warze" oder "Wunde" missdeutet. Hier leisten regelmäßige Hautkrebsvorsorge und neue apparative Techniken wertvolle Hilfe.

Neue Verfahren in Diagnose und Therapie

Neue technische Verfahren sind zum Beispiel die optische Kohärenztomographie, mit der mittels eines laserbasierten Verfahrens ein "Blick in die Haut hinein" durch alle Hautschichten möglich ist, die Laserscanmikroskopie, mit Hilfe derer eine Auflösung bis auf zelluläre Ebene möglich ist, die Elektrische Impedanzspektroskopie, mit der elektrische Eigenschaften der Zellen gemessen werden und die Multispektralanalyse (MelaFind), bei der verdächtige Muttermale mit zehn verschiedenen Wellenlängen in drei verschiedenen Ebenen untersucht werden. Mit Hilfe dieser Untersuchungen können bösartige Veränderungen mit einer Sensitivität von 97 bis 98 % aufgedeckt werden - ganz ohne unnötige Operationen zur Diagnosesicherung. Parallel zu den neuen diagnostischen Verfahren sind therapeutische Verfahren entwickelt worden, die eine schonende, gründliche und kosmetisch ansprechende Entfernung von Frühformen des Hautkrebses und dessen Vorstufen ohne Operation ermöglichen. Bei der Photodynamischen Therapie werden lichtgeschädigte Zellen selektiv mit einer speziellen biologischen Substanz beladen und mit Infrarotlicht bestrahlt, wodurch diese Zellen selektiv zerstört und durch gesunde Zellen ersetzt werden. Die neueste Entwicklung ist hier die Tageslicht-PDT, bei der die Patienten nicht mehr mit einer starken Bestrahlungslampe, sondern zwei Stunden bei schönem Wetter mit Sonnenlicht bestrahlt werden. Die Behandlung ist unkompliziert und sehr beliebt, weil sie keinerlei Schmerzen verursacht. Darüber hinaus bewirkt sie eine deutlich sichtbare Verjüngung der Haut, weshalb sie auch als Anti-Aging-Maßnahme eingesetzt wird. Verstärkt werden kann der Effekt der Photodynamischen Therapie durch die Vorbehandlung mit einem fraktionalen CO2-Laser. Weitere neue Verfahren sind Immunmodulatoren (Imiquimod) in Cremeform, die sechs Wochen auf die betroffene Haut aufgetragen werden oder, noch aktueller, das aus der Wolfsmilchpflanze gewonnene Ingenolmebutat, das innerhalb von drei Tagen die betroffenen Zellen zerstört und abstoßen lässt. Diese neuen Verfahren haben wegen Ihrer guten therapeutischen und ästhetischen Ergebnisse bisherige Verfahren, wie die Vereisung, die Kürettage (Abkratzen) oder die lokale Anwendung von Zytostatika (5-Fluororacil) teilweise verdrängt.

Schwarzer Hautkrebs muss operiert werden

Im Falle des schwarzen Hautkrebses ist immer die operative Entfernung erforderlich, bei ausgeprägteren Formen des weißen Hautkrebses und bei Befall des Gesichtes ebenfalls. Aber auch hier haben sich die Behandlungsmöglichkeiten durch neue operative Techniken mit kosmetischen intrakutanen Nahttechniken, mit selbstauflösenden Fäden, durch Klebetechniken, durch lokale Hautlappenplastiken oder auch Ferntransplantationen wesentlich verbessert, so dass heute in aller Regel kosmetisch sehr günstige Ergebnisse erzielt werden können. Entscheidend sind hier aber die Spezialisierung und die Erfahrung des Operateurs. Eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge kann lebensrettend sein. Dunkle oder nicht abheilende Hautveränderungen sollen ernst genommen werden und zum Hautarzt führen.



Dermatologie am Dom Dr. med. Hans-Ulrich Voigt

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