Von Dr. med. Elisabeth Frieling-Reuss
Hoffnung für Patienten mit Makula-Erkrankung

Von altersbedingter Makuladegeneration (AMD) sind in Deutschland rund vier Millionen Menschen betroffen. Bis zu 600.000 Diabetiker leiden an einem Diabetischen Makulaödem (DMÖ). Man kann durchaus sagen: Erkrankungen der Makula - das ist die Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut - sind zu Volkskrankheiten geworden. Und dieser Trend wird sich angesichts der Alterung der Gesellschaft noch verstärken.
Was noch vor wenigen Jahren nur mit Operation oder Lasereingriff zu behandeln war, lässt sich heute verhältnismäßig leicht therapieren. Eine minimalinvasive Injektionsmethode erlaubt es Patienten mit kranker Makula, ohne Angst vor weiterem Sehverlust in die Zukunft zu blicken.

Atmosphäre des Vertrauens und der Sicherheit

Drohender Sehkraftverlust bis hin zur Erblindung weckt natürlich große Ängste. Erst recht bei älteren Patienten, die mit zusätzlichen Krankheiten zu kämpfen haben. "Verliere ich langsam aber sicher mein Augenlicht? Wie lange werde ich noch Zeitung lesen, Auto fahren, allein einkaufen gehen können?" Das sind sorgenvolle Fragen, die wir immer wieder hören. Ein guter Augenarzt geht mit Geduld darauf ein. Er nimmt sich Zeit, hört zu, spricht auf Augenhöhe, sagt die Wahrheit. Einfühlungsvermögen ist die Basis für jeden Behandlungserfolg - das ist meine zentrale Erkenntnis aus 25-jähriger Praxiserfahrung als Ärztin und Operateurin.
Wir haben uns in unserem Augenärztlichen Zentrum im Herzen Münchens bewusst das Motto "Fortschrittliche Medizin in menschlicher Atmosphäre" gegeben. Unsere ärztlichen Mitarbeiter und erfahrenen Helferinnen versuchen tagtäglich, eine Atmosphäre des Vertrauens und der Sicherheit zu schaffen. Wir wollen den Patienten in all seinen Facetten wahrnehmen - nicht nur den körperlichen, sondern auch den emotionalen und familiären. Dazu gehört auch, die Angehörige in den Behandlungsprozess mit einzubeziehen und ihnen ihren engagierten Einsatz zu erleichtern.

Krankheitsverlauf lässt sich meist aufhalten

Bei der feuchten Form der AMD wachsen neue, nicht funktionsfähige Blutgefäße aus der Aderhaut unter und in die Netzhaut ein. Aus diesen neuen, undichten Gefäßen tritt Flüssigkeit aus, die eine Schwellung der Netzhaut verursacht. Das führt erst zu Verzerrungen beim Sehen und später zu Sehschäden, die der Patient als graue Flecken wahrnimmt. Ähnliches gilt auch für die diabetischen Makulaveränderungen.
Moderne Medikamente hemmen bei beiden Erkrankungen das Wachstum dieser Blutgefäße. Sie werden direkt in den Augapfel gespritzt und können einen Teil des Sehverlustes rückgängig machen. Häufig lässt sich die Sehkraft wieder stabilisieren. Je früher die Behandlung beginnt, umso mehr Sehkraft kann erhalten werden.
Eine Erkenntnis, die Hoffnung macht: Eine Makula-Erkrankung bedeutet nicht automatisch schlechtere Lebensqualität! Bei regelmäßiger Behandlung kann diese in vielen Fällen auf einem hohen Niveau gehalten werden.

Modernes Therapie-Schema für weniger Belastung

"Regelmäßig" ist das Stichwort. Die Medikamente wirken nur eine bestimmte Zeit, so dass in regelmäßigen Abständen nachgespritzt werden muss. Das bedeutet: viele Arzttermine, jedesmal mit An- und Abfahrt. Das ist natürlich eine Belastung - für die Patienten wie für ihre Angehörigen. Wir haben uns gefragt: Wie schaffen wir es therapeutisch und organisatorisch, die Belastungen so gering wie möglich halten?
Wir haben uns für eine Behandlungs-Schema entschieden, bei dem versucht wird, die Abstände zwischen zwei Injektionen zu verlängern. Sobald die Makula trocken ist, sich also keine Flüssigkeit mehr in der Netzhaut einlagert, verlängern wir das Intervall um zwei Wochen. Bleibt die Krankheit stabil, verlängern wir nochmals um zwei Wochen. Zeigen sich nach einer Behandlungspause von 12 Wochen keine weiteren Krankheitsanzeichen, ist die Behandlung beendet. Es gibt also keine weiteren Spritzen mehr, der Patient muss lediglich zur vierteljährlichen Kontrolle erscheinen.
Hinzu kommen organisatorische Verbesserungen: Durch die Zusammenlegung zeitlich oder örtlich getrennter Untersuchungsschritte zu einem einzigen Termin konnten wir die Zahl der Einzeltermine im ersten Jahr der Behandlung von 24 bis 28 auf 14 bis 17 reduzieren. Das bedeutet für unsere Patienten 40 Prozent weniger Zeit beim Augenarzt - Zeit, das Leben zu genießen.

Elisabeth Frieling-Reuss (2 Einträge)

 


Augenärztliches Zentrum – Dr. Frieling-Reuss & Kollegen

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