Von Dr. med. dent. Csilla Stetter
Besondere Behandlung für besondere Patienten

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Heute geborene Kinder haben die große Chance, ein Leben lang zahngesund zu bleiben. Wir alle starten mit gesunden ersten Zähnen in unser Leben. Aufgabe der Eltern und des Kinderzahnarztes ist es, die Gesundheit der Kinderzähne von Anfang an zu erhalten. Damit dies gelingt, ist eine positive Einstellung des Kindes zum Thema Zahnpflege sowie zu seiner Zahnarztpraxis und dem dortigen Personal wichtig. Kinder, die gern zum Zahnarzt gehen, gewöhnen sich an regelmäßige Kontrolltermine und entwickeln Ehrgeiz in der Zahnpflege, um ein Lob der netten Kinderzahnärztin zu bekommen. Als Kinderzahnärzte sind wir dafür da, das wertvolle Vertrauen der Kinder zu gewinnen, ihnen Spaß an der Zahnpflege zu vermitteln und vor allem für eine Atmosphäre der Angstfreiheit zu sorgen.

Jedes halbe Jahr in die Praxis

Eltern sollten mit ihrem Kind jedes halbe Jahr zum Kontrolltermin in die Kinderzahnarztpraxis kommen – und zwar ab dem Durchbruch des ersten Zahns. Denn die optimale Vorsorge und Behandlung im Kindesalter ist Voraussetzung für gesunde Zähne bis ins Alter. Den gewohnten halbjährlichen Kontrollrhythmus können die Kinder ihr Leben lang beibehalten – wir helfen Familien dabei mit unserem Recall-System zur Terminerinnerung. Die Kleinen lernen bei ihren Praxisbesuchen altersgerechte Zahnpflegetechniken. Kindergarten- und Schulkinder werden gemeinsam mit ihren Eltern über zahngesunde Ernährung informiert.

Zahngesund ernähren

Wer statt Süßigkeiten in den Schulpausen Vollkornbrot, Obst oder Gemüsesticks isst, reduziert das Kariesrisiko deutlich. Das Kauen der Rohkost und Vollkornprodukte regt zudem den Speichelfluss an. Speichel ist unsere natürliche Zahnpasta: Er härtet die Zähne, schützt und repariert sie – vorausgesetzt, er bekommt dafür genügend Zeit ohne erneuten „Zucker-Angriff“. Auf zwölf Stunden Zuckerpause in der Nacht sollten nach dem Frühstück vier Stunden zuckerfreier Vormittag folgen, damit der Speichel seine Arbeit tun kann.

Was viele Eltern nicht wissen: Selbst der gesündeste Bio-Fruchtsaft enthält neben den gewünschten Vitaminen auch jede Menge Zucker. Saft sollte daher in Maßen und nur zu Mahlzeiten getrunken werden, nach denen die Kinder ihre Zähne putzen. Ungesüßte Tees und Wasser sind zahnfreundlich und löschen den Durst.

Behandlungen bei der Familienzahnärztin

Selbst bei der gewissenhaftesten Zahnpflege und gesunder Ernährung kann es vorkommen, dass die Zähne einen Schaden erleiden. Löcher durch Karies, Brüche nach Unfällen und entzündetes Zahnfleisch können auch schon vor dem Zahnwechsel vorkommen. Sind Reparaturen an den kindlichen Zähnen nötig, gibt es keinen Grund, Angst zu haben. Dies sollten Eltern und Praxispersonal den kleinen Patienten vermitteln. Wir sind besonders auf die Behandlung von jungen Patienten eingerichtet und im vertrauensvollen Umgang und schonenden Behandlungstechniken geschult. Schmerzfreiheit und im besten Fall ein „Verschlafen“ der Behandlung sind für uns Ärzte ein ehrgeiziges Ziel, das wir gerne ansteuern. Um dies zu erreichen, gibt es bestimmte Techniken, die wir den Kindern und Eltern gerne vorstellen. In den meisten Fällen sind die Familien dann überrascht, wie einfach und angenehm Zahnbehandlungen vonstatten gehen. Nach dem Motto: „War doch überhaupt nicht schlimm!“

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Hypnose lässt Ängste verschwinden

Wir alle wissen es. Wenn man konzentriert arbeitet und sich ganz in ein Thema vertieft, dann vergeht die Zeit wie im Flug. Wir nehmen Dinge um uns herum kaum noch wahr, blenden so ziemlich alles aus. So kann man für den Laien auch die Wirkung der Hypnose in der Zahnbehandlung beschreiben. Die Hypnose ist wissenschaftlich gesehen ein Trancezustand, den der erfahrene Hypnotiseur sowohl in der Tiefe als auch in der Dauer bestimmen kann. Dies hat entscheidende Vorteile bei der Zahnbehandlung von kleinen und großen Patienten. Deshalb entdecken immer mehr Menschen die Vorteile einer Behandlung unter Hypnose.

Die medizinische Hypnose ermöglicht auch Angstpatienten eine entspannte und schmerzlose Zahnbehandlung. Grundvoraussetzung für den Erfolg dieser Methode ist die Kooperation zwischen Patient und Arzt. Die Verminderung oder auch vollständige Vermeidung von Schmerzen ist dabei durch zahlreiche Studien erwiesen. Auch für Patienten mit einer Allergie gegen Narkosemittel stellt die Hypnose eine gute Alternative dar. Sogar Patienten mit einem ausgeprägten Würgereiz profitieren von einer Hypnosebehandlung, da der Reiz weitgehend ausgeschaltet wird.

Bei der Hypnosetechnik „lernt“ der Patient vor der ersten Behandlung, sich durch den Arzt in die Trance leiten zu lassen. „Lehrhypnose“ heißt dies. Bei der eigentlichen Behandlung ist er dann in der Lage, die Vorgänge völlig auszublenden. Dies funktioniert oftmals so gut, dass sogar Wurzelbehandlungen ohne Betäubungsspritze möglich sind. Für besonders sensible Patienten kann auch auf eine Kombination mit Lachgas-Sedierung zurückgegriffen werden, so dass sich kein Patient mehr durch unangenehme und schmerzhafte Zahnbehandlungen quälen muss. Dabei hat die Hypnose vor zahnmedizinischen Behandlungen einen wissenschaftlichen Hintergrund. Dies hat nur wenig mit Show-Hypnose zu tun, wie man sie aus dem Fernsehen kennt.

Um den Patienten in Trance zu versetzen gibt es eine Reihe von Möglichkeiten. Angstpatienten werden in ruhiger Atmosphäre empfangen. Die Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient ist essentiell für die Behandlung unter Hypnose. Der Patient muss aktiv mitarbeiten und seinen Fokus verschieben, weg von der Angst. Hierzu ist Entspannung und zugleich Konzentration nötig. Ist der Fokus auf einen Punkt gerichtet, werden andere Reize, wie das Surren des Bohrers, die Instrumente im Mund und Schmerzen ausgeblendet. Die Behandlung erscheint angenehm und kürzer als in der Realität. Die Angst vor erneuten Behandlungen sinkt. Der Stress baut sich ab. Angst, dass er aus der Trance nicht mehr „erwacht“ muss niemand haben. Körperliche Bedürfnisse sorgen dafür, dass die Trance beendet wird.

Besonders kleine Patienten sind oft empfänglich für Hypnose und kommen schon vor der ersten Behandlung traumatisiert beim Zahnarzt an. Geschichten im Kindergarten oder in der Schule machen die Runde. Die Schilderungen von Schmerzen und sogar Blut bei der zahnärztlichen Behandlung ohne Hypnose, nur mit klassischen Betäubungsmitteln, verängstigen in der kindlichen Vorstellungswelt. Die Begriffe wie Bohrer, Zange und andere technische Ausstattungen sorgen ja sogar bei vielen Erwachsenen für ein reichlich mulmiges Gefühl. Besonders gut lassen sich übrigens Kinder in Hypnose versetzen, die sich leicht ablenken lassen.

Wir sind ausgebildet darin, die Hypnose bei Kindern durchzuführen, und die Zahnbehandlung damit subjektiv zu verkürzen und angenehm zu gestalten. Wichtig ist es, dass die Kinder auch nach der Behandlung unter Hypnose nicht von den Eltern nach etwaigen Schmerzen gefragt werden. Um die Behandlung unter Hypnose zu einem positiven Erlebnis zu machen, ist es besser, die jungen Patienten, wenn die Hypnose beendet ist, für ihren Mut zu loben. Darüber hinaus gibt es eine tolle Überraschung aus unserer „Schatzkiste“ und natürlich unsere begehrte „Tapferkeitsurkunde“. All diese Erfahrungen sorgen mitunter dafür, dass der nächste Besuch in unserer Praxis freudig erwartet wird.

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Zahnarzt-Praxis Dr. med. dent. Csilla Stetter

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Beschreibung

KIinder- / Zahnheilkunde
  • Zahnarzt-Vorsorgeuntersuchung
  • Professionelle Zahnreinigung
  • Narkose / Hypnose / Lachgas
  • Laserchirurgie
  • Inlays, Füllungen, Kinderkronen

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