Nächtliche Atemaussetzer können gefährlich sein — aber behoben werden
Erholsame Nächte für aktive Tage

Ständig müde und unkonzentriert? Das kann an einer obstruktiven Schlafapnoe liegen. Die Atemaussetzer in der Nacht treffen immer mehr Deutsche. Sie verhindern und stören den Tiefschlaf und können unbehandelt lebensgefährlich werden. Mindestens 80 Prozent der erwachsenen Männer und 50 Prozent der Frauen schnarchen. Wer übergewichtig ist oder häufig Alkohol trinkt, verstärkt damit das Problem. Solange es beim reinen Schnarchen bleibt, gefährdet das nur die Schlafqualität des Bettnachbarn. Kommen jedoch Atemaussetzer dazu, kann es gefährlich werden.

Erstdiagnose durch den Bettpartner

Menschen mit obstruktiver Schlafapnoe haben selbst oft das Gefühl, nachts gut zu schlafen. Dennoch sind sie tagsüber müde und abgeschlagen, können sich schwer konzentrieren und verursachen deshalb leicht Autounfälle. Wer allein schläft, bemerkt die Ursache seiner Tagesmüdigkeit vielleicht nie. Oft ist es die Ehefrau, der auffällt, dass mit ihrem Mann etwas nicht stimmt: Erst schnarcht er regelmäßig, dann ist plötzlich viel zu lange Totenstille – bis er mit einem lauten Aufschnarchen wieder zu atmen beginnt.

Wer unter obstruktiver Schlafapnoe leidet, hört im Schlaf immer wieder auf zu atmen. Die Muskeln in Schlund und Rachen erschlaffen und blockieren dadurch die oberen Atemwege. Das Gehirn bekommt durch den Atemstillstand weniger Sauerstoff. In einer Stressreaktion drückt die Muskulatur von Brust, Bauch und Zwerchfell unter großer Anstrengung Luft von unten durch die Blockade und beendet so den Atemstillstand fürs Erste. Zehn bis 60 Sekunden kann so ein Aussetzer dauern. Im Extremfall setzt die Atmung mehr als 50-mal in der Stunde aus – Tiefschlaf und Traumschlaf sind dadurch unmöglich.

Wer nicht gut schläft, lebt auch nicht gut

Die gesundheitlichen Folgen sind schlimmer als nur Müdigkeit am Tag. Die wiederkehrenden Alarm-Zustände in der Nacht strengen das Herz an. Der Blutdruck steigt, ebenso die Risiken für Diabetes, Schlaganfälle, Herzinfarkte und Depressionen. Beim ersten Verdacht auf Schlafapnoe sollten Betroffene deshalb ins HNO-Zentrum kommen. Mit Hilfe einer ambulanten Screening-Untersuchung und bei Bedarf einer Nacht im praxiseigenen Schlaflabor wird die Art und Schwere der Krankheit festgestellt. Ab 15 Atemaussetzern pro Stunde ist eine Behandlung notwendig – aber schon ab fünf Aussetzern kann eine Therapie sinnvoll sein, wenn der Patient tagsüber sehr müde ist oder zum Beispiel ein erhöhtes Herzkreislaufrisiko vorliegt.

Im besten Fall reicht bereits eine Veränderung des eigenen Lebensstils aus, um die Krankheit in den Griff zu bekommen: abnehmen und keinen Alkohol trinken. Bei Rückenschläfern kann die Veränderung der Schlafposition helfen, da Atemaussetzer meist in Rückenlage auftreten. Das HNO-Zentrum empfiehlt außerdem, das Rauchen aufzugeben.

Behandlung mit Schiene, Maske oder OP

Eine leichte bis mittelschwere Schlafapnoe kann mit einer Unterkieferprotrusionsschiene behandelt werden. Das Gerät schiebt den Unterkiefer im Schlaf nach vorn und vergrößert damit den Atemraum hinter der Zunge. Diese Therapie ist vor allem bei normalgewichtigen Patienten mit einem BMI unter 30 sinnvoll.

Die gängigste und wirksamste Methode zur Behandlung der Atemaussetzer ist die nasale positive Überdruckbeatmung, die sogenannte nCPAP-Therapie. Durch eine Nasenmaske wird bei diesem Verfahren mit leichtem Überdruck Raumluft in die Atemwege gepumpt. An die Maske müssen sich die meisten Patienten erst gewöhnen. Aber das leise Surren der neuen CPAP-Geräte wird schnell zur gewohnten, alltäglichen  Geräuschkulisse, die nicht mehr stört.

Operative Eingriffe sollten bei stark vergrößerten Mandeln, die den Rachen einengen, sowie einem sehr kleinen Unterkiefer und engem Aufbau des Gesichtsschädels erwogen werden.

Grundlage jeder Behandlung ist im HNO-Zentrum Ingolstadt eine präzise Diagnostik inklusive ausführlichem Beratungsgespräch. Auch für Menschen, die keine Atem­aussetzer haben, aber durch ihr lautes Schnarchen ein Eheproblem, bietet das Zentrum praktikable Lösungen.

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HNO-Zentrum Ingolstadt

HNO-Zentrum Ingolstadt

Beschreibung

Hals – Nasen – Ohren
  • Klassische HNO
  • Operative Leistungen
  • Plastische und Ästhetische Gesichtschirurgie
  • Schlafmedizin | Schlaflabor
  • Kinder-HNO

 


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