Erfolgreiche Rehabilitation mit dem Bobath-Konzept
Zurück ins Leben nach dem Schlaganfall

270.000 Menschen in Deutschland trifft er jedes Jahr: der Schlaganfall. Das Gehirn wird nicht mehr ausreichend durchblutet. Die meisten Betroffenen überleben den Schlaganfall heute. Jedoch bleiben etwa 50 Prozent von ihnen ihr Leben lang beeinträchtigt, ein knappes Drittel ist auf die Unterstützung anderer angewiesen.

Typische Folge der Durchblutungsstörung im Gehirn ist die Lähmung einer Körperhälfte. Nicht immer ist die ganze Hälfte betroffen. Es können auch „nur“ die Hand, das Bein oder der Arm sein. Weitere häufige Auswirkungen sind Störungen des Gleichgewichts und Probleme beim Sehen, Schlucken und Sprechen. Auch die Wahrnehmung und das Bewusstsein können gestört sein. Selbst wer das Glück hatte, den Schlaganfall zu überleben, ist somit in seiner Lebensqualität und Eigenständigkeit oft stark eingeschränkt. Hier setzt das Behandlungs-Konzept von Reha-Fit in Ingolstadt an.

Therapie für das Nervensystem

Die Krankengymnastik nach Bobath geht zurück auf ein bereits 70-jähriges Behandlungskonzept des Physiotherapeuten-Ehepaares Dr. Karel und Berta Bobath. Es gilt als eines der besten Therapiekonzepte in der neurologischen Rehabilitation nach Verletzungen oder Schädigungen des zentralen Nervensystems. Vor allem wird es nach Schlaganfällen angewandt, aber auch unter anderem bei Schädel-Hirn-Traumata, Parkinson und Multipler Sklerose.

Das Besondere am Bobath-Konzept ist: Es gibt keine feststehenden Übungen. Jeder Patient wird hier individuell betrachtet und ganzheitlich behandelt. Schließlich unterscheiden sich auch die Schlaganfall-Folgen von Mensch zu Mensch. Ein gelähmtes Bein und eine Sehschwäche können die selbe Ursache haben, aber nicht mit den selben Mitteln behandelt werden.

Wie funktioniert die Bobath-Methode?

Zertifizierte Physiotherapeuten arbeiten hier mit den Ärzten, Logopäden und Ergotherapeuten gemeinsam.
Ziel ist es, die lebenslange Lernfähigkeit des Gehirns zu nutzen und die verschwundenen Fähigkeiten wieder neu zu erlernen – wenn auch womöglich in neuen Hirnregionen. Jeder Patient durchläuft hier einen speziell auf ihn und seinen Alltag zugeschnittenen Lernprozess, bei dem ihn die Therapeuten unterstützen.

Eine Treppe heraufsteigen, ein Brot mit Butter bestreichen oder die Haare kämmen – welche Bewegung es auch immer ist, die der Patient für mehr Lebensqualität wieder erlernen möchte, die Therapeuten helfen ihm dabei. Auf Basis einer vertrauensvollen-Patient-Therapeuten-Beziehung werden Muskeln und Gehirn stimuliert, sich an vergessene Abläufe zu erinnern oder sie durch Training neu zu entdecken. Bisher abgeschaltete Körperregionen können zu neuem Leben erweckt werden. Auch Pfleger und Angehörige werden in die Therapie mit eingebunden. Es ist ein 24-Stunden-Konzept, bei dem alle Beteiligten mitarbeiten müssen. Das heißt vor allem auch, die Einsatz-Bereitschaft des Patienten ist von entscheidender Bedeutung für den Behandlungserfolg.

Schritt für Schritt voran

Gemeinsam trainieren Therapeut und Patient das Zusammenspiel von Sinnesorganen und Muskeln. Durch gezielt gesetzte, äußere Reize erlernt der Patient die natürlichen Haltungs- und Bewegungsmuster neu. Dabei bezieht der Therapeut die erkrankte Körperseite bei allen Übungen ein. Ständiges Wiederholen der Übungen festigt die Verknüpfung neuer Nervenbahnen im Gehirn. Das braucht seine Zeit. Um den Fortschritt zu dokumentieren und messbare Erfolge zu erzielen, werden immer wieder konkrete zeitliche Ziele gesetzt. Etwa: „In einem Monat will ich meine linke Faust wieder schließen können.“ Ist ein Ziel erreicht, wird die nächste Etappe abgesteckt. Therapeut und Patient gehen so den Weg zu mehr Lebensqualität und Eigenständigkeit gemeinsam. Äußere Hilfen wie die Krücke werden Stück für Stück abgebaut. Durch kleine Hausaufgaben übt der Patient auch zu Hause weiter und findet so langsam zurück in sein altes Leben.

Zurück ins Leben (2 Einträge)

 


REHA fit Gesundheitszentrum

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