Von Dr. med. Marc Unkelbach
Gut schlafen, besser leben

Sind Sie gestresst, verärgert oder freuen Sie sich sehr auf etwas? Das alles kann Ihren Schlafrhythmus für einige Zeit durcheinanderbringen. Wer aber über Wochen hinweg nicht richtig schläft, kann an einer krankhaften Schlafstörung leiden. Wie viel Schlaf ausreicht, um tagsüber fit zu sein, ist eine individuelle Frage. Dem einen reichen fünf Stunden pro Nacht, ein anderer braucht neun. Sie haben dann eine Schlafstörung, wenn Sie Ihren Schlaf als zu kurz, zu lang oder nicht erholsam empfinden, weil er zum Beispiel häufig unterbrochen wird.

Ursachen von Schlafstörungen

Viele Faktoren können den Schlaf dauerhaft stören. Wer zu viel raucht, Kaffee oder Alkohol trinkt, gefährdet damit seine Nachtruhe. Auch manche Medikamente, die Schlafumgebung oder Schichtarbeit können die Ursache einer Schlafstörung sein. Hinzu kommen gesundheitliche Probleme wie Schmerzen, Magen- oder Atembeschwerden, Hormon- und Nervenstörungen. Psychische Krankheiten spielen ebenso eine große Rolle. Besondere Formen der Schlafstörung sind das Schnarchen und die Schlafapnoe.

Wann Sie zum Arzt gehen sollten
  • Akute Schlafprobleme ohne bekannten Auslöser
  • Müdigkeit trotz scheinbar guten Schlafs
  • Schlaflosigkeit in mindestens drei Nächten pro Woche
  • Ungeplante/unfreiwillige Nickerchen am Tag
  • Starkes, unregelmäßiges Schnarchen
  • Einschlaf-Sorgen beim Einschlafen

So viel Schlaf brauchen Menschen pro Nacht.

Diagnose und Behandlung

Ihr persönliches Empfinden ist das wichtigste Kriterium für die Diagnose einer Schlafstörung. Eine körperliche Untersuchung, die Krankengeschichte und einige Labortests werden hinzugezogen, bei Bedarf auch die Schlafuntersuchung zu Hause mit unseren hochmodernen Screening-Geräten, um nächtliche Atmungsstörungen wie Schnarchen und Schlafapnoe festzustellen oder auszuschließen. Wir finden zunächst die Ursachen der Schlafstörung, um sie dann zu beseitigen. Sind die Gründe eher neurologisch, helfen oft Medikamente. Ein- und Durchschlafprobleme werden mit Schlafhygiene, Schlafrestriktion und psychotherapeutischen Gesprächen therapiert. Schwieriger wird es, wenn Menschen gar nicht wissen, dass sie ein Schlafproblem haben.

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Schnarcher und die Schlafapnoe

Oft ist es die Ehefrau, die zuerst bemerkt, dass etwas nicht stimmt: Gerade schnarcht ihr Mann noch regelmäßig, dann ist plötzlich viel zu lang Totenstille, bis er mit einem lauten Schnarchen wieder zu atmen beginnt - typische Anzeichen für eine Schlafapnoe: Plötzlich und oft unbemerkt hören Betroffene im Schlaf auf zu atmen. Die Muskeln in Schlund und Rachen erschlaffen. Die Atemwege fallen zusammen und blockieren die Atmung, bis eine notfallartige Weckreaktion des Gehirns die Atemwege über Muskelaktivierung wieder öffnet und das Atmen wieder einsetzt. Die wiederkehrenden Alarm-Zustände in der Nacht strengen das Herz an. Der Blutdruck steigt, das Diabetes-Risiko ebenso wie das für Schlaganfälle, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen.

Diagnose im Schlaflabor und Therapie

Ist bei einer Screening-Untersuchung in der HNO-Praxis der Verdacht auf eine Schlafapnoe aufgetreten, führt der nächste Weg in ein Schlaflabor. Während der ersten Nacht misst man dort den Puls, die Atmung, die Körperlage, Hirnströme und weitere relevante Werte, in der zweiten kann bereits mit der Behandlung begonnen werden. Die Therapiemöglichkeiten reichen von einer Änderung des Lebensstils über Schienen bis hin zur Beatmungsmaske.



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