Von Rechtsanwalt und Strafverteidiger Christian Reiser
Engagierte Strafverteidigung in Betäubungsmittelstrafsachen

Verteidigung in Betäubungsmittelstrafverfahren erfordert in mancherlei Hinsicht Spezialkenntnisse und Erfahrung im Umgang mit den besonderen Gegebenheiten dieser Materie. Das Betäubungsmittelstrafrecht greift zwar auf die allgemein geltenden Vorschriften des Strafgesetzbuchs zurück, was zum Beispiel die Beihilfe und Mittäterschaft oder den Versuch anbelangt. Vielfach sind diese allgemeinen Rechtsgebilde jedoch durch die Rechtsprechung in Betäubungsmittelstrafsachen modifiziert worden. So findet regelmäßig eine für den juristischen Laien nicht erkennbare Vorverlagerung der Strafbarkeit in den Bereich der Vorbereitungshandlungen zum Handeltreiben mit Betäubungsmitteln statt.

Die konkreten Strafbarkeitsvorschriften sind unter anderem in einem eigenen Normenkatalog, dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG), ausgelagert und damit nicht mehr im Strafgesetzbuch (StGB) zu finden. Allein dies verdeutlicht bereits die Sonderstellung des Betäubungsmittelstrafrechts gegenüber allgemeinen Strafsachen.

Verteidigung unter besonderen Umständen

Neben einer Vielzahl rechtlicher Besonderheiten hat die Verteidigung auch in tatsächlicher Hinsicht mit besonderen (Lebens-)Umständen auf Seiten der Mandanten umzugehen. Die Mehrheit der Angeklagten in Betäubungsmittelstrafsachen sind betäubungsmittelabhängig oder konsumieren zumindest regelmäßig Betäubungsmittel. Häufig bestimmt dies das Handeln und das Leben der Mandanten. Das BtMG bietet hier Möglichkeiten, der Haft durch Absolvierung einer Therapie zu entgehen, welche dem allgemeinen Strafrecht aus dem Strafgesetzbuch fremd sind. Auf der anderen Seite steht die Androhung drakonischer Strafen für Betäubungsmittelstraftaten. Geldstrafen kommen vielfach aufgrund des erhöhten Strafrahmens von vornherein nicht in Betracht.

Gesetzlicher Strafrahmen

Bei gewerbsmäßiger Begehungsweise von Betäubungsmittelstraftaten oder Straftaten mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge liegt der gesetzlich vorgesehene Strafrahmen jeweils zwischen einem Jahr und 15 Jahren Freiheitsstrafe, bei bandenmäßiger Begehungsweise sogar zwischen 2 und 15 Jahren Freiheitsstrafe. Kombinationen der vorgenannten Tatumstände (Bande und nicht geringe Menge) oder bei Handeltreiben von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge mit Waffen oder gefährlichen Werkzeugen lassen den Strafrahmen, insbesondere was die Untergrenze anbelangt, in ungeahnte Höhen schnellen (Mindestfreiheitsstrafe von 5 Jahren bis zu 15 Jahren).

Aufgrund der meist hohen Straferwartung kommt es häufig dazu, dass Beschuldigte eines Betäubungsmitteldelikts Zwangsmaßnahmen der Strafverfolgungsbehörden bereits im Rahmen des staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahrens erleiden. Die Eingriffsintensität in den persönlichen Lebensbereich und die Grundrechte der Mandanten reicht dabei von der Durchsuchung der Wohnung bis hin zur einschneidenden und existenzgefährdenden Untersuchungshaft.

Recht und Einfühlungsvermögen

Verteidigung in derartigen Angelegenheiten erfordert vom Verteidiger die entsprechenden Spezialkenntnisse, was die rechtliche Materie anbelangt, ebenso wie Einfühlungsvermögen in die persönliche Situation und die Lebensgeschichte des Mandanten. Vielfach handelt es sich bei Personen, die in die Betäubungsmittelszene abgerutscht sind, nämlich nicht um unverbesserliche Kriminelle, sondern um normale Bürger, die aufgrund von Schicksalsschlägen (z.B. Krankheit, unerwartete Arbeitslosigkeit, o.ä.) einen Weg eingeschlagen haben, den sie aus eigener Kraft und ohne fremde Hilfe nicht mehr verlassen können.

Vom Jugendlichen, der nur gelegentlich Betäubungsmittel konsumiert, über den langjährigen Betäubungsmittelabhängigen bis hin zur organisierten Bandenkriminalität bietet jeder Einzelfall besondere Herausforderungen, aber auch die Möglichkeit einer auf die besonderen Umstände des Einzelfalles zugeschnittenen Verteidigungsstrategie. Nutzen Sie diese Möglichkeiten und ziehen Sie einen Experten zu Rate.

Christian Reiser, Rechtsanwalt und Strafverteidiger (1 Einträge)

 


Christian Reiser, Rechtsanwalt

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Fachgebiete
  • Strafrecht
  • Verkehrsrecht
  • Schadenersatz / Schmerzensgeld

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