Dr. med. Thomas Stumptner
Balance der Funktionen für einen gesunden Bewegungsapparat

Eine gesunde Körperhaltung ermöglicht eine beschwerdefreie Motorik und ist die Voraussetzung für ein venengesundes Bein


Es macht keinen Sinn, einzelne phlebologische oder orthopädische Symptome zu behandeln. Die Therapie muss an den Ursachen ansetzen. Dann ist sie erfolgreich und die Erkrankungen heilen aus. Entscheidend für den Erfolg der Behandlung ist laut Dr. Thomas Stumptner, Facharzt für Orthopädie, Phlebologie und Chirotherapie, immer die möglichst vollständige Berücksichtigung aller ursächlichen Faktoren in der richtigen Reihenfolge.

Medizinisch besteht eindeutig ein Zusammenhang zwischen den Fächern Phlebologie und Orthopädie. Dieser Zusammenhang ist direkt und in keiner anderen medizinischen Disziplin in größerem Maße vorhanden. Der Blutstrom im Venensystem des Beins erfolgt vollständig nur durch den Einsatz verschiedener Pumpmechanismen (sogenannte Gelenk- und Muskelpumpen).

Ein Versagen dieser Strukturen führt bei entsprechender Disposition zu Venenerkrankungen. Die Funktion beziehungsweise Wiederherstellung der Funktion bei Erkrankungen von Gelenken und Muskulatur sind orthopädische Probleme.

Es ist die Skelettmuskulatur, die in aktiver Weise garantiert, dass sich der Mensch in gesunder, den jeweiligen Erfordernissen angepasster Haltung befindet. Die Muskeln bilden am Fuß die nur für den Menschen typischen Gewölbestrukturen von Längs- und Quergewölbe aus, sie halten Bein, Becken und Wirbelsäule bis hin zum Schultergürtel und zum Kopf aufrecht.

Arbeitet die Muskulatur in dieser von der Natur vorgegebenen Weise, befindet sich der Bewegungsapparat in seiner ausgeglichenen Balance. Die über die Schwerkraft natürlicherweise bestehenden Belastungen werden gleichmäßig über alle Knochen, Gelenke und Bänder verteilt. Es kommt zu keiner einseitigen Überlastung. Somit besteht Beschwerdefreiheit, da unsere Knochen, Bänder und Gelenke genau für diese Belastungen vorgesehen sind.

Innerhalb dieser ausbalancierten Harmonie arbeiten auch alle anderen Organe und Organsysteme des Menschen. Gerät in diesem großen Zusammenspiel etwas aus dem Lot, kann es zu Problemen führen. Die Organe oder Organsysteme können ihre Aufgaben eventuell nicht mehr vollständig erfüllen. Es kann zu Beschwerden kommen.

Der Haltungs- und Bewegungsapparat

Körperkoordination

Die Körperhaltung muss situationsgerecht sein. Ob wir schnell oder langsam laufen, bergauf oder bergab gehen, ob wir uns auf einen Stuhl oder auf einen Schemel setzen wollen, ob wir in einen Apfel beißen - unsere Muskulatur muss all diese vielfältigen Bewegungen sehr präzise und genau ausführen. Tut sie es nicht, stolpern wir, fallen wir hin, gelangen wir unter Umständen nicht ans Ziel oder wir setzen uns neben den Stuhl, wir können nicht beißen oder wir verschlucken uns.

Dysbalance

Arbeitet die Muskulatur nicht in der erforderlichen Weise, besteht über die gestörte Balance eine fehlerhafte Haltung und damit eine fehlerhafte Belastung. Diese Überlastung kann Beschwerden verursachen. Diese können dann an ganz verschiedenen Stellen des Gesamtsystems auftreten.

Beschwerden

So können Fußschmerz, Schmerzen am Bein oder am Becken, an der Wirbelsäule, am Schultergürtel oder an den Armen bis hin zum Hals und am Kopf, ein Ohrgeräusch oder Schwindel über diese Fehlhaltung erklärbar sein.

"Software"

Entscheidend ist die Erkenntnis, dass die Skelettmuskulatur nicht selbstständig arbeitet. Sie wird situationsgerecht vom Gehirn gesteuert. Der weit überwiegende Teil der vielfältigen Beschwerden des Bewegungsapparates hat dementsprechend seine Ursache auch an den Informationsorganen des Gehirns. Das Steuerungsorgan Gehirn wird anhaltend über die Stellung des Körpers im Raum über verschiedenste Sinnesorgane informiert. Zu diesen zählen die Augen mit dem räumlichen Sehen, das Gehör und die Kiefergelenke sowie das Gleichgewichtsorgan als die verschiedenen Informationsgeber im Kopfbereich.

Auf der anderen Seite ist die Fußsohle das fundamentale Tastorgan des menschlichen Körpers, das den Kontakt zur Erde, die Bodenhaftung herstellt, und auf der alle anderen Strukturen und Funktionen basieren.

Steuerung

Aus all diesen Informationen beurteilt das Gehirn die Stellung des Körpers im Raum und kann dadurch die Muskulatur situationsgerecht anweisen zu arbeiten. Werden allerdings von den Informationsgebern zu wenige Informationen empfangen oder von ihnen unzureichend an das Gehirn weitergegeben, kann die Muskulatur nicht mehr adäquat gesteuert werden. Daraus resultiert eine Körperfehlhaltung und damit eine Fehlbelastung mit Beschwerdeanfälligkeit.

Netzwerk

Deshalb muss bei der ärztlichen Behandlung insbesondere auch diese Körperkoordination untersucht werden. Die dabei gefundenen Ursachen sollten beseitigt werden. Der zentralen Wichtigkeit des Fußes als dem basalen Tastorgan entsprechend besteht über ihn fast immer eine wesentliche ursächliche Möglichkeit, balancierend auf die Körperhaltung einzuwirken.

Gegebenenfalls müssen aber auch weitere Spezialisten hinzugezogen werden, wenn sich an anderen "Tastorganen" wie den Kiefergelenken oder dem räumlichen Sehen Auffälligkeiten finden. Eine Heilung ist oft erst im Netzwerk zu erreichen.

Die Behandlungsmöglichkeit über den Fuß besteht darin, ihm an den richtigen Stellen das Notwendige zu tasten zu geben. Dafür wird eine ausgedehnte und den gesamten Bewegungsapparat umfassende Untersuchung der Haltung in verschiedenen Funktionen durchgeführt. Ergänzend erfolgt eine 3-D-Wirbelsäulenlichtvermessung. Als Ergebnis können dem einzelnen Fuß dann individuell weiche, aktiv wirkende Einlegesohlen angepasst werden.

Die 3-D-Vermessung beurteilt die Fuß- und Körperstatistik. (2 Einträge)

 


Dr. med. Thomas Stumptner

Dr. med. Thomas Stumptner

Beschreibung

Facharzt für Orthopädie, Phlebologie und Chirotherapie
  • Von Beinleiden zu Beinfreuden
  • Prinzip der ganzheitlichen Therapie
  • Beinvenenbehandlung
  • Haltungs- und Bewegungsanalyse
  • Reflextherapie

Dr. med. Thomas Stumptner

Kontakt

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