Von PD Dr. med. Philipp von Roth
Kniegelenksverschleiß: operative Behandlung

<p>PD Dr. med. Philipp von Roth</p>

PD Dr. med. Philipp von Roth

Ist die nicht-operative Therapie über längere Zeit ohne Erfolg und die Lebensqualität des Patienten substantiell eingeschränkt, kann die operative Therapie in Erwägung gezogen werden. Wenn eine gelenkserhaltende Operation wie die Umstellungsosteotomie nicht möglich ist, sollte an den Ersatz der Gleitflächen gedacht werden. Im Fachjargon wird dann von der Implantation einer Teil- oder Totalprothese gesprochen.
Wichtig ist es zu betonen, dass den Zeitpunkt zu einem endoprothetischen Eingriff immer der Patient selbst durch seinen Leidensdruck bestimmt. Wenn sich der Patient nach eingehender Beratung gemeinsam mit dem Arzt für die Implantation einer Knieprothese entschieden hat, kommt drei Punkten eine besondere Bedeutung zu:

  • Spezialisierung und Erfahrung des Operateurs
  • Implantat-Wahl und Optimierung der OP-Abläufe
  • Postoperative Rehabilitation und Patientenwille

Spezialisierung und Erfahrung des Operateurs

Die Voraussetzung für eine gute Funktion und ein langes Überleben der Endoprothese ist eine hohe Spezialisierung und Erfahrung des Operateurs. Das Englische Endoprothesenregister überwacht jeden Patienten mit einer in England implantierten Endoprothese. Die Auswertung der Registerdaten hat ergeben, dass Patienten mit einer Endoprothese, die von einem hochspezialisierten Operateur eingesetzt wurden, sich im Laufe ihres Lebens signifikant seltener einer erneuten Operation an dem ersetzten Gelenk unterziehen müssen.

<p>Für eine erfolgreiche Operation müssen viele Dinge bedacht werden und einige entscheidende Faktoren wie bei einem schweizer Uhrwerk ineinandergreifen.</p><br/>

Für eine erfolgreiche Operation müssen viele Dinge bedacht werden und einige entscheidende Faktoren wie bei einem schweizer Uhrwerk ineinandergreifen.


Implantatwahl und Optimierung der OP-Abläufe

Die Endoprothetik hat in den letzten 50 Jahren extreme Fortschritte gemacht. Neben der Operationstechnik haben sich auch die Materialien und das Prothesendesign rapide weiterentwickelt. Allerdings haben sich nicht alle "Innovationen" als wirklich besser erwiesen. Der überwiegende Teil der nach 2005 entwickelten Prothesen war in den Studien nicht besser, als ihre Vorgänger - einige sogar schlechter. Prothesen, die unter fünf Jahre verfügbar sind, sollten daher mit großer Vorsicht verwendet werden.
Neben der Implantatwahl kommt dem Prozess der Prothesenimplantation eine entscheidende Bedeutung zu. Der Einsatz des Medikaments Tranexamsäure (als Injektion in die Vene und das operierte Gelenk) senkt bei Blutungen das Risiko für eine Bluttransfusion. Das konsequente Umsetzen der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse macht Drainageschläuche und Katheter weitestgehend überflüssig wodurch das Infektionsrisiko stark sinkt.

Postoperative Rehabilitation und Patientenwille

Fünfzig Prozent des Behandlungserfolges einer Knieprothesenoperation stecken in der postoperativen Rehabilitation. Hierfür spielt eine lückenlose physiotherapeutische Beübung des Kniegelenkes nach der Operation eine entscheidende Rolle, um eine Vernarbung des Gelenkes, die unmittelbar nach der Operation einsetzen kann, zu vermeiden. Von hoher Bedeutung ist ein individuell auf den Patienten abgestimmter Behandlungsplan. Meist wird völlig ausgeblendet, dass sich die Patienten durch die Schmerzen vor der Operation über Jahre hinweg schonen mussten. Die Folge ist, dass neben dem verschlissenen Gelenk auch die Muskeln und Sehnen stark gelitten haben. Eine schnelle Rückkehr ins Alltagsleben und zur Sportfähigkeit hängt vom Willen des Patienten ab, die über Jahre hinweg geschwächten und verkürzten Muskeln und Sehnen wieder zu trainieren.

Fazit

Die Erfahrung des Operateurs, die Implantatwahl, der Ablauf und die Nachbehandlung sind die entscheidenden Säulen einer erfolgreichen Operation. Das sporthopaedicum verwendet nur Implantate, die in Langzeitstudien ein sehr gutes Prothesenüberleben zeigen, die knochensparend und weichteilschonend implantiert werden können und eine bestmögliche Funktion zulassen.
Die optimierte Schmerztherapie und die Maßnahmen zur Verminderung des Blutverlustes ermöglichen eine schnelle Mobilisation nach der OP. Der Vermeidung einer Infektion kommt dabei höchste Bedeutung zu. Das Risiko einer Vernarbung im Knie wird durch die zusammenhängende und ineinandergreifende Weiterbehandlung minimiert.



sporthopaedicum Straubing

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Beschreibung

Orthopädie
  • Ausgezeichnete, spezialisierte Orthopäden und Chirurgen
  • Erkrankungen und Verletzungen aller Gelenke und der Wirbelsäule
  • Umfassende Trainingsbegleitung für Nachwuchs- und Spitzensportler
  • Endoprothetik
  • ACP-Therapie

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