Von Dr. med. Jürgen Eichhorn
Kniegelenksverschleiß: Behandlung ohne OP

<p>Dr. Jürgen Eichhorn</p>

Dr. Jürgen Eichhorn

Neben der Hüfte gehört das Knie zu den am stärksten belasteten Gelenken des menschlichen Körpers. Durch harte körperliche Arbeit oder intensiven Sport kann es zur Überbelastung des Knorpels und dadurch zum Verschleiß kommen. Aber auch ohne OP lässt sich dagegen etwas tun.

Ernährung

Übergewicht und die daraus resultierende gesteigerte Belastung führen zum Untergang der Knorpelsubstanz. Ein leichtes Stolpern führt zu einer Stoßbelastung auf den Knorpel, die das etwa zehnfache des Körpergewichts beträgt. Um den Knorpel zu entlasten, muss die Lebensweise substantiell geändert werden. Eine einfache Diät reicht nicht.

Bewegung

Muskeln müssen gekräftigt, die Beuge- und Streckfähigkeit erhalten werden. Der Knorpel des Kniegelenkes erhält seine Nährstoffe überwiegend durch die Kniegelenksflüssigkeit. Nur das stetige Umwälzen der Kniegelenksflüssigkeit ermöglicht es dem Knorpel, den Engpass bei der Versorgung mit lebensnotwendigen Nährstoffen zu überwinden. Die beste Methode hierfür ist die Bewegung des Knies mit gleichzeitiger Reduktion von Stoßbelastungen. Schwimmen und Radfahren sind optimal.

<p>Bewegung versorgt die Knorpel mit Nährstoffen.</p>

Bewegung versorgt die Knorpel mit Nährstoffen.

(Quelle: Viacheslav Iakobchuk – Fotolia.com)
Medikamentöse Therapie und Phytotherapie (Pflanzenheilkunde)

Beim Thema medikamentöse Therapie treffen Schulmedizin und alternative Heilmethoden aufeinander. Der Vorteil der konventionellen Schmerzmittel ist, dass ihre Wirksamkeit meist durch Studien belegt werden konnte und das Nebenwirkungsspektrum bekannt ist. Treten die Beschwerden nur in spezifischen Situationen, wie beispielsweise einer langen Wanderung auf, kann die Einnahme von Schmerzmitteln die Symptome lindern. Von der regeläßigen Einnahme wird aufgrund der mitunter gravierenden Nebenwirkungen dringend abgeraten. Bei den sogenannten Chondroprotektiva (Knorpelschutzstoffe) handelt es sich um Medikamente, denen nachgesagt wird, den Knorpel zu schützen und den Verschleiß zu verlangsamen. Der Wirksamkeitsnachweis von Heilkräutern (z.B. Teufelskrallen-Präparate) wurde in Studien kaum untersucht - ganz banal deshalb, weil mit diesen Mitteln durch die Pharmaindustrie kein Geld verdient werden kann. Eine positive Wirkung dieser Medikamente ist durchaus möglich. Einschränkend muss gesagt werden, dass der Einfluss der Heilkräuter auf andere Medikamente, wie Blutdruckmittel, durch den Mangel an klinischen Studien weitestgehend unbekannt ist.

Alternative Heilmethoden

Die alternativen Heilmethoden umfassen unter anderem die Akupunktur, die Triggerpunktbehandlung und die Fußzonenreflexmassage. In den letzten Jahren konnte die positive Beeinflussung von arthrosebedingten Beschwerden in wissenschaftlichen Studien gezeigt werden. Insbesondere für die Akupunktur wurde ein Wirksamkeitsnachweis erbracht.

<p>In einigen wissenschaftlichen Studien konnte eine positive Beeinflussung von arthrosebedingten Schmerzen durch Akupunktur gezeigt werden.</p>

In einigen wissenschaftlichen Studien konnte eine positive Beeinflussung von arthrosebedingten Schmerzen durch Akupunktur gezeigt werden.

(Quelle: yunava1 – Fotolia.com)
Semiinvasive Methoden

Unter semiinvasiven Methoden werden vor allem Injektionen von Medikamenten direkt an den Ort des Geschehens verstanden. Für die Anwendung von Hyaluronsäure existieren viele Studien. Während der Nachweis einer Regeneration der Knorpelschicht wissenschaftlich nie bewiesen werden konnte, zeigen die Studien, dass die Patienten eine Schmerzreduktion von etwa drei bis sechs Monaten erwarten können. In neueren Studien scheint die Kombination von Hyaluronsäure mit sogenanntem plättchenreichem Plasma Vorteile gegenüber der alleinigen Anwendung von Hyaluron zu haben.



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