Von Dr. med. dent. Anna Schütz
Implantologie: ein boomender Fachbereich

40 Jahre Fortschritt

Seit 40 Jahren gibt es die Implantologie als Teilbereich der Zahnheilkunde. Mit dem Fortschritt der Technik geht ein Fortschritt des ärztlichen Know-hows einher, der Fachbereich entwickelt sich derzeit rasant weiter. Dennoch kommt die im Vergleich junge Fachrichtung der Zahnmedizin im Studium der Zahnheilkundler noch immer zu kurz. Es gibt keine staatlich anerkannte Ausbildung zum Fachzahnarzt für Implantologie. Der Begriff "Implantologe" ist nicht geschützt. Umso wichtiger ist es für Patienten, darauf zu achten, dass der Implantologe ihrer Wahl über Fachwissen und Erfahrung verfügt.

Was kann die Implantologie?

In einer Gesellschaft, in der die Menschen immer älter werden und sich auch im Alter nicht mit Breikost zufrieden geben, braucht es qualifizierte Implantologen. Sie geben Menschen mit Zahnlücken die volle Funktion eines gesunden Gebisses zurück und sorgen dafür, dass auch alte Leute noch strahlend lächeln können, ohne dabei nacktes Zahnfleisch zeigen zu müssen.
Die spezialisierten Zahnmediziner schrauben unter meist lokaler Betäubung künstliche Zahnwurzeln in den Kiefern. Diese "Dübel" genannten Implantatkörper aus Titan oder Keramik bilden später das Fundament für den Zahnersatz. Die meisten Implantate bestehen aus zwei Teilen: dem Dübel und dem Ersatzzahn. Beide können mittels verschiedener Systeme miteinander fest verbunden werden. Es gibt inzwischen aber auch einteilige Implantate, bei denen der neue Zahn und der Dübel am Stück eingesetzt werden.

Von Lückenschluss bis Totalersatz

Nicht nur Einzelzähne können mit Hilfe der Implantologie ersetzt werden. Sind die Zahnlücken größer, lassen sich auch Teilbrücken, Brücken oder Prothesen auf den Dübeln befestigen. Um etwa vier fehlende Frontzähne zu ersetzen, reichen im Normalfall zwei Implantatschrauben von etwa vier Millimeter Durchmesser und bis zu 15 Millimeter Länge aus. Ein komplett zahnloser Kiefer ist mit vier Dübeln ausreichend für eine stabile, herausnehmbare Zahnprothese versorgt. Für festsitzenden Komplettzahnersatz (feste Implantatbrücke) müssen es mindestens sechs Dübel sein.

Fester Untergrund für stabile Zähne

Damit Implantate im Kiefer halten, müssen sie in festem Knochengewebe verankert werden. Bleibt eine Zahnlücke zu lange unbehandelt, bildet sich der Knochen unter dem fehlenden Zahn zurück. Ist deshalb oder aufgrund einer vorhergehenden Parodontitis nicht ausreichend Knochenmaterial vorhanden, muss mittels der sogenannten Augmentation der Knochen vor einer Implantation aufgebaut werden. Dafür wird entweder eigener Knochen oder biokompatibles Ersatzknochen-Material verwendet, das sich schnell und unkompliziert mit dem körpereigenen Knochen verbindet. Erst wenn das neue Material fest mit dem Eigenknochen verwachsen ist, kann das Implantat eingesetzt werden.

Übergangszeit Einheilungsphase

Es dauert in der Regel ein viertel bis ein halbes Jahr, bis die Implantate vollständig im Knochen eingeheilt sind. Das geschieht meistens unterhalb der Mundschleimhaut und ist daher für den Patienten nicht sichtbar.
Im Unterkiefer schreitet die Heilung schneller voran als im Oberkiefer. Während dieser sogenannten Einheilungsphase wird ein provisorischer Zahnersatz über den Implantat-Dübeln befestigt. Sind die Implantate fertig eingeheilt, wird das Gebiss digital abgeformt und ein passender Zahnersatz gefertigt. Die Haut über den Implantaten wird wieder geöffnet und die neuen Zähne werden in den Dübeln verankert.

Nachsorge für langlebigen Zahnersatz

Zahnersatz auf Implantaten ist sowohl aus Titan als auch aus Vollkeramik äußerst stabil und langlebig. Dennoch ist eine regelmäßige, halbjährliche Kontrolle beim Fachzahnarzt wichtig, um die Mundgesundheit zu erhalten. Professionelle Zahnreinigung, richtige Pflege mit speziellen Reinigungsmitteln sowie die gründliche Reinigung der Zahnzwischenräume sind wichtig, um Entzündungen des Zahnfleisches und Kieferknochens (Implantitis) zu vermeiden. Besonders das Rauchen sowie schlechte Mundhygiene können langfristig zum Verlust des Implantats führen.



Zahnarztpraxis Dr. Anna Schütz

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Beschreibung

Zahnheilkunde / Oralchirurgie
  • Prophylaxe und ästhetische Zahnmedizin
  • Implantologie
  • Oralchirurgie
  • Digitale Abformung
  • Lachgas-Sedierung

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