Institut für Energietechnik IfE GmbH an der OTH
Kommunale Energieeffizienz-Netzwerke

„Wissen ist das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.“

Dieses Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach beschreibt den Netzwerkgedanken wohl am besten. Um die anspruchsvollen energiepolitischen Ziele zu erreichen, fördert der Bund die Gewinnung von Kommunen für die Einrichtung eines Energieeffizienz-Netzwerks sowie die professionell betreute, mehrjährige Netzwerkzusammenarbeit von Kommunen.

Hauptziel der 3-jährigen Netzwerkarbeit in den teilnehmenden Kommunen ist das Erreichen definierter Klimaschutzziele durch die kontinuierliche Begleitung und praxisbezogene Weiterentwicklung von Maßnahmen zur Minderung des Energieverbrauchs in der Kommune. Die Kommunen versprechen sich aus dem 3-jährigen Projekt zum einen konkrete, fachlich wichtige Impulse zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Steigerung der Energieeffizienz durch die technisch-wissenschaftliche Beratung des Instituts für Energietechnik (IfE) GmbH an der OTH Amberg-Weiden. Zum anderen wollen die Partner gegenseitig voneinander lernen und sich über die realisierten Projekte gegenseitig austauschen.

Aufbau eines kommunalen Energieeffizienz-Netzwerks

Ein Energieeffizienz-Netzwerk baut sich aus zwei Säulen auf. Auf der einen Seite stehen die vier jährlich stattfindenden Netzwerktreffen bei einer der teilnehmenden Kommunen. Auf der anderen Seite steht die individuelle kommunenspezifische energietechnische Beratung (etB).

Für die energetische Betrachtung eines Neubau- oder Sanierungsvorhabens müssen Festlegungen bezüglich Gebäudeeigenschaften (z.B. Konstruktionsdaten inkl. der geometrischen Beschreibung), Umgebungsbedingungen (z.B. Wetterdaten und Gebäudelage), Gebäudenutzung
(z.B. Nutzungsprofile für die Räume bzw. der Gebäudezonen) und Gebäude- bzw. Raumanforderungen (z.B. Innentemperaturen der Räume bzw. der Gebäudezonen) getroffen werden. Die Abbildung veranschaulicht die detaillierte Datenerfassung am Beispiel einer Klinik und unter Zuhilfenahme einer geeigneten Energieberatersoftware.







  • Jährlich 4 Netzwerktreffen mit kontinuierlichem Erfahrungsaustausch
  • Fachvorträge
  • Besichtigung von Praxisbeispielen
  • Energietechnische Beratung für die einzelnen Teilnehmer
  • Kooperationsthemen


Moderierte Netzwerktreffen - Themen:

Bei allen Netzwerktreffen werden die Teilnehmer über aktuelle Fragen sowie die dem festgelegten Thema entsprechenden Förderprogramme informiert.

» Wärme-/Kälte-/Arealstromnetze
» Power-to-Gas/-Heat
» Elektromobilität
» Sanierungsmaßnahmen/Neubetrachtungen
» Digitales Energiemanagement
» Effizienzsteigerung bei Kläranlagen
» Kraft-Wärme-Kopplung
» PV-Anlagen + Speichermöglichkeiten
» Klärschlammverwertung
» Quartierskonzepte
» (Straßen-)Beleuchtungstausch / Umrüstung auf LED uvm.


Energietechnische Beratung

Durch die informativen Fachvorträge zu aktuellen Energiethemen und den Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern erweisen sich die Netzwerktreffen als ideale Plattform zur Identifikation von Problemstellungen und Entwicklung neuer Projektideen in den Kommunen. Im Rahmen der energietechnischen Beratung werden zunächst in Auftaktgesprächen Projektideen aus den verschiedenen kommunalen Handlungsfeldern gesammelt und auf Umsetzbarkeit geprüft. In enger Abstimmung mit den zuständigen Mitarbeitern werden anschließend geeignete Vorschläge einer detaillierten Betrachtung unterzogen. Dabei werden die ökonomischen und ökologischen Auswirkungen verschiedener Varianten beleuchtet und das Institut für Energietechnik (IfE) erarbeitet konkrete Handlungsempfehlungen.


Ein häufiges Thema bei den energietechnischen Beratungen ist die Energieeffizienz in Gebäuden. Im Rahmen der energietechnischen Beratung unterstützt das IfE Kommunen bei der Planung von Sanierungs- und Neubauprojekten. Hier hat sich in den letzten Jahren der Ansatz der integralen Energieplanung bewährt. Bei der integralen Planung eines Neubau- oder Sanierungsvorhabens werden zunächst durch die Nutzer die Anforderungen bezüglich der Gebäudeeigenschaften (z.B. Stil und Bauweise), der Gebäudenutzung (z.B. Nutzungsprofile für die Räume) und der Gebäude- bzw. Raumanforderungen (z.B. Luftqualität) festgelegt. In enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Fachplanern erarbeitet das IfE
mögliche Schichtaufbauten für die wärmeübertragende Gebäudehülle, ermittelt den zukünftigen Energiebedarf und auf dieser Basis werden verschiedene Lösungsmöglichkeiten für die Anlagentechnik unter Berücksichtigung der Nutzervorgaben auf ihre Wirtschaftlichkeit und Umweltauswirkung geprüft. Als Ergebnis werden konkrete Maßnahmen zur Erreichung bestimmter energetischer Standards, wie z.B. KfW-70, dargestellt. Bei der Umsetzung der Projekte werden die Kommunen von der Beantragung von Fördermitteln, wie z.B. einem KfW-Darlehen, bis hin zur Inbetriebnahme der Heizungsanlage vom Institut für Energietechnik (IfE) begleitet.

Förderung
  • 1. Netzwerkjahr
    70 Prozent der förderfähigen Ausgaben (Netzwerktreffen und etB)
  • 2. und 3. Netzwerkjahr 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben (Netzwerktreffen und etB)


Kommunale Energieeffizienz-Netzwerke des Instituts für Energietechnik (IfE) GmbH

» Zwölf Netzwerke
» 110 Kommunen/Landkreise aus ganz Bayern
» fast 5 000 geförderte Manntage

<p>In dieser Abbildung wurde mit Hilfe einer Energieberatungssoftware ein Schulgebäude mit Lüftungsanlage dargestellt. Die transparente Darstellung der Gebäudehülle ermöglicht einen Einblick in das Gebäude, in dem die Kanalführung der Lüftungsanlage und das Zentralgerät zu sehen sind.</p>

In dieser Abbildung wurde mit Hilfe einer Energieberatungssoftware ein Schulgebäude mit Lüftungsanlage dargestellt. Die transparente Darstellung der Gebäudehülle ermöglicht einen Einblick in das Gebäude, in dem die Kanalführung der Lüftungsanlage und das Zentralgerät zu sehen sind.

<p><b>IMPRESSIONEN </b></p>

IMPRESSIONEN



Institut für Energietechnik IfE GmbH an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden

Institut für Energietechnik IfE GmbH an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden

Beschreibung

Institut für Energietechnik
  • Wärme-/Kälte-/Arealstromnetze
  • Power-to-Gas/-Heat
  • Elektromobilität
  • Sanierungsmaßnahmen/Neubetrachtungen
  • Digitales Energiemanagement

Institut für Energietechnik IfE GmbH an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden

Kontakt

Kaiser-Wilhelm-Ring 23a
92224 Amberg
Telefon 09621 4823921
Fax 09621 4824921

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