Von Dr. med Ulrich Ziessnitz, Facharzt für Kardiologie
Kardiologen haben das Herz in der Hand

Es trifft nicht immer nur die anderen. Herzerkrankungen gelten nach wie vor als häufigste Todesursache in Deutschland, und jeder Mensch kann der Nächste sein, der einen Herzinfarkt erleidet. Wie wichtig Prophylaxe und kardiologische Diagnostik sind, beweisen nüchterne Daten und Fakten, hinter denen aber immer ein persönliches Schicksal steht. In fast 25 Jahren haben wir, mein Kollege Dr. JoannisVarelas und ich, über 52.000 diagnostische und interventionelle Herzkatheter-Untersuchungen am St.-Theresien-Krankenhaus in Nürnberg durchgeführt. In dieser Zahl sind über 16.000 Interventionen am Herzen enthalten. Für die Patienten bedeuteten diese medizinischen Maßnahmen, dass der Zustand ihrer Herzkranzgefäße diagnostisch abgeklärt wurde, um die Risikofaktoren bestmöglich zu minimieren.

Symptome des Herzinfarktes

Das Herzinfarkt-Risiko definiert sich durch den Gefäßzustand, der zum großen Teil genetisch bestimmt ist. Sport und eine cholesterinarme Ernährung können das Risiko mindern, in vielen Fällen aber nicht beseitigen. Wichtig ist, dass der Patient über klinische Zeichen einer Verengung der Herzkranzgefäße aufgeklärt ist. Die Anzeichen eines Herzinfarkts sind vielfältig: Meist treten typische Veränderungen wie beispielsweise Enge in der Brust bei Belastung, Kälte oder bronchitis-ähnliche Symptome auf. Häufig werden die Beschwerden auch mit Rückenschmerzen oder Schulterproblemen verwechselt. Viele Betroffenen wissen nicht, dass es als Vorbote des Herzinfarkts auch zu einer Art "Sodbrennen" nach dem Essen kommen kann.

Jede Stunde zählt

Bei einem Infarkt sterben Herzmuskelzellen ab, weil der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird. Auslöser ist in der Regel eine Verkalkung der Gefäßwand (Arteriosklerose), die koronare Herzkrankheit (KHK). Je nach Gefäßsituation muss in einer Frist von einer bis vier Stunden der Blutfluss wiederhergestellt werden, um dauerhafte Schäden zu minimieren oder zu vermeiden. Je kürzer der Zeitverlust, umso weniger Schaden erleidet der Herzmuskel. Aus diesem Grund begannen wir vor über 20 Jahren eine Kooperation mit dem St.-Theresien-Krankenhaus und boten als erste in Nordbayern eine 24-Stunden-Bereitschaft an. Durch diese 24-Stunden-Bereitschaft für akute Herzinfarkte werden diese Patienten in kürzester Zeit optimal versorgt.

Modernste Diagnose-Technik

Dank des rasanten medizinischen Fortschritts in der Kardiologie und im Fachbereich der inneren Medizin können Kardiologen und Internisten frühzeitiger diagnostizieren und therapieren. Innovative Technik bietet ein breites Spektrum zur nichtinvasiven und invasiven Diagnostik und Therapie. Durch modernste Geräte ist eine optimale Risikofrüherkennung bei Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienzen, Vorhofflimmern, Durchblutungsstörungen und koronaren Herzerkrankungen möglich. Uns Medizinern ist bewusst, dass Wissenschaft und Technik die Genesung des Patienten optimal flankieren können, trotzdem muss immer die individuelle Betreuung jedes Betroffenen in den Vordergrund rücken. Denn der Mensch steht im Mittelpunkt.

Dr. med Ulrich Ziessnitz (2 Einträge)

 


Dr. Ulrich Ziessnitz und Dr. Joannis Varelas

Dr. Ulrich Ziessnitz und Dr. Joannis Varelas

Beschreibung

Kardiologie / Internist
  • Echokardiographie und Stress-Echokardiographie
  • EKG und Belastungs-EKG
  • Rhythmusdiagnostik (Langzeit-EKG und Event-Recorder)
  • Schrittmacherkontrollen
  • Langzeit-Blutdruck-Messung

Dr. Ulrich Ziessnitz und Dr. Joannis Varelas

Kontakt

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