Von Prof. Dr. med. Philipp Babilas, Hautarzt
Bei unklaren Hautveränderungen an Hautkrebs denken

Die verschiedenen Hautkrebsarten nehmen weltweit deutlich zu. Rund 250000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an Hautkrebs. Damit ist Hautkrebs der häufigste Krebs des Menschen. Die mit weitem Abstand häufigsten Hautkrebsarten sind der weiße und der schwarze Hautkrebs.

Der schwarze Hautkrebs (malignes Melanom; 18000 Neuerkrankungen pro Jahr) geht von den pigmentbildenden Zellen aus und ist weitaus gefährlicher als der weiße Hautkrebs. Der schwarze Hautkrebs kann sich entweder aus vorbestehenden Muttermalen entwickeln oder aus normaler Haut hervorgehen.

Der weiße Hautkrebs tritt sehr viel häufiger auf. Seit Jahrzehnten verdoppelt sich die Erkrankungsrate an weißem Hautkrebs alle zehn Jahre. Unter weißem Hautkrebs werden das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom zusammengefasst. Eine sehr frühe Form des weißen Hautkrebses stellt die aktinische (solare) Keratose da. Diese manifestiert sich meist als rötlich-schuppender Fleck, teils mit festhaftender Kruste. Eine jahrelange intensive UV-Belastung der Haut (Sonne, Solarium) ist die wichtigste Ursache für die Entstehung des weißen Hautkrebses. Daher sind die häufigsten Manifestationsorte die "Sonnenterrassen" des Körpers: Stirn, Nasenrücken, Wangen, Dekolleté, Handrücken.

Gerade weil Hautkrebs und Hautkrebsvorstufen so häufig vorkommen, ist das regelmäßige Hautkrebsscreening immens wichtig. Denn: Wird Hautkrebs früh genug erkannt, ist er fast immer heilbar. Hierzu genügt meist ein kleinerer operativer Eingriff. Bei bestimmten Hautkrebsvorstufen wird neben der operativen Therapie auch sehr erfolgreich eine Lasertherapie, eine spezielle Lichttherapie (fotodynamische Therapie) oder eine Behandlung mit zielgerichteten medizinischen Salben eingesetzt. Somit sind die Therapiemöglichkeiten der Hautkrebsfrühformen exzellent.

Früherkennung wird unterschätzt

Die Haut eignet sich wie kein anderes Organ für eine Vorsorge, da sie ohne aufwendige apparative Unterstützung untersucht werden kann. Gerade unklare oder sich ändernde Befunde wie auch Läsionen, die nicht abheilen wollen und immer wieder nässen und bluten, sollten unbedingt einem Experten präsentiert werden. In spezialisierten Zentren besteht zudem die Möglichkeit, auffällige Befunde mit dem Dermatoskop zu betrachten und die Bilder digitalisiert zu speichern. Mithilfe dieser modernen computergestützten Dokumentation können Hautveränderungen exakt klassifiziert und bei Bedarf über die Zeit beobachtet werden. Die empfohlenen Untersuchungsintervalle richten sich nach dem jeweiligen Risikoprofil des Patienten. Dieses Risikoprofil erstellt Ihr Hautarzt mit Ihnen.

Vorbeugung ist wichtig und erlernbar

Da Sonnenlicht ein wesentlicher Auslöser des Hautkrebses darstellt, ist die Vorbeugung möglich und nötig. Besprechen Sie mit Ihrem Hautarzt die wichtigsten Regeln der Prävention: Textiler Sonnenschutz sowie die Anwendung von Sonnenschutzpräparaten spielen eine zentrale Rolle, ebenso das angepasste Freizeitverhalten. Allein die Meidung der besonders UV-Licht-intensiven Stunden zwischen 11 und 15 Uhr führt schon zu einer deutlichen Reduktion der UV-Belastung.



Prof. Dr. med. Philipp Babilas

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Beschreibung

Hautzentrum Regensburg (Dermatologie, Allergologie, Ästhetische Medizin)
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