Bei Vasileios Panagopoulos steht modernste Technik zur Überprüfung von Herzschrittmachern und Defibrillatoren bereit.
Schwindel, Müdigkeit, Ohnmacht, Brustschmerzen oder Luftnot – der Körper reagiert mit unterschiedlichen Symptomen, wenn das Herz aus dem Takt ist oder sogar Aussetzer hat. Ein Herzschrittmacher dient dann als elektronischer Impulsgeber, der den Herzmuskel zur Kontraktion anregt. So reguliert er einen zu langsamen oder zu schnellen Herzschlag sowie Herzrhythmusstörungen (elektrische Impulsüberleitungsstörungen, AV-Block).
Herzschrittmacher gibt es in verschiedenen Ausführungen und Größen. Der Implantierbare Cardioverter Defibrillator (ICD) schützt vor Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern und gibt im Notfall einen entsprechenden Impuls (Schock) an das Herz ab, damit es wieder in einem normalen Rhythmus schlägt.
Das CRT-Gerät zur cardialen Resychronisationstherapie ist eine Spezialform bei Herzinsuffizienz (Herzschwäche). Es wird eingesetzt, wenn beide Herzkammern nicht synchron arbeiten. CRT-Geräte gibt es als reine Schrittmacher (CRT-P) oder ausgestattet mit einer zusätzlichen Defibrillatorfunktion (CRT-D).
Ein Herzschrittmacher wird dem Patienten meist unterhalb des Schlüsselbeins eingepflanzt. Er besteht aus einem Titan-Aggregat, in dem die Batterie, die Steuerelektronik und der Impulsgeber untergebracht sind. Über ein Kabel, eine sogenannte Elektrode, ist diese künstliche Stromquelle mit dem Herzen verbunden. Sie sendet elektrische Impulse an die beiden ins Herz eingebrachten Elektroden, um es zum Schlagen zu bringen. Mittlerweile gibt es aber auch kabellose Geräte, die nur etwa kapselgroß sind und mithilfe eines Kathetersystems direkt in die rechte Herzkammer implantiert werden. Dort werden sie mithilfe flexibler Anker an der Herzwand fixiert und gesichert. Für andere sind diese Geräte unsichtbar, weil die Erhebung am Schlüsselbein durch das Aggregat entfällt.
Damit so ein Herzschrittmacher zuverlässig funktioniert, muss er entsprechend des individuellen Herzrhythmus‘ des Patienten programmiert und regelmäßig kontrolliert werden. Bei neu eingesetzten Herzschrittmachern erfolgt eine erste Kontrolle nach drei Monaten, anschließend alle sechs bis zwölf Monate.
Die Kontrolle des Schrittmachers erfolgt mithilfe der sogenannten Telemetrie. Dafür wird der Schrittmacher von außen mit einer Empfangsspule abgedeckt. Sobald diese aufliegt, wird die Herztätigkeit per EKG auf dem Monitor des Programmiergeräts sichtbar. Zuerst überprüft der Arzt das Gerät, also den Batterieladestand sowie den Zustand der Schrittmacherelektroden. Danach kontrolliert er die Wahrnehmung, also die natürliche Herztätigkeit des Patienten auf Besonderheiten, und die Reizschwelle. So bezeichnet man die Energie, die das Gerät abgeben muss, um das Herzgewebe zu stimulieren. Für den Wert der Wahrnehmung und der Reizschwelle wird der Schrittmacher kurzzeitig langsamer beziehungsweise schneller als der natürliche Herzschlag eingestellt.
Sind alle Parameter überprüft und mit den Daten vorangegangener Kontrollen abgeglichen, erfolgt abschließend die Programmierung, die eine sichere Schrittmacherleistung bis zum nächsten Kontrolltermin gewährleisten soll. In nur zehn bis 15 Minuten ist die Schrittmacher-Kontrolle durchgeführt.
Herzschrittmacher ist nicht gleich Herzschrittmacher. So haben die unterschiedlichen Hersteller verschiedene Systeme entwickelt, die dennoch immer nach demselben Prinzip funktionieren. Dank umfassender technischer Ausstattung können wir bei uns in der Praxis nahezu alle Typen von Herzschrittmachern und Defibrillatoren (ICD) überprüfen. Wir bitte Sie nur, uns bei der Anmeldung und Terminvereinbarung zur Herzschrittmacher-Kontrolle den Hersteller Ihres Schrittmachers mitzuteilen und Ihren Schrittmacherausweis mitzubringen.
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