von Dr. med. dent. Anna Burger & Dr. med. dent. Margarete Engelstädter, MSc
Immunsystem in Balance

(Quelle: © natalia - stock.adobe.com)

Umweltzahnmedizin – bei dem Wort denken viele Patienten an Umweltschutz, an den Versuch, mit der zahnmedizinischen Arbeit die Umwelt möglichst nicht zu belasten. Aber darum geht es in der Umweltzahnmedizin nicht. Es ist vielmehr umgekehrt: Patienten sollen vor schädlichen Umwelteinflüssen, unter anderem vor unzureichend verträglichen Materialien in der herkömmlichen Zahnmedizin, geschützt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Umwelt- ZahnMedizin formuliert es so: „Im Fokus der Umwelt- Zahnmediziner steht die umfassend ausgerichtete zahnärztliche Behandlung chronisch kranker Patienten, sowie die Anwendung individueller präventiver Behandlungskonzepte mit dem Ziel, chronisch entzündliche Krankheiten auch fernab der Mundhöhle zu verhindern oder zu lindern.“

Warum Umweltzahnmedizin?

Rund 40 Prozent der Bevölkerung in Deutschland ist heute von Allergien oder Umweltbelastungen betroffen. Systemische Entzündungserkrankungen, Autoimmunreaktionen sowie chronische Infektionen breiten sich mehr und mehr aus. Gleichzeitig werden die Menschen älter und die Krankheitsbilder komplexer. Zahnärzte wie wir treffen daher vermehrt auf Patienten, deren Immunsystem aus der Balance geraten ist.

Ursächlich dafür können nicht nur Umweltbelastungen und Entzündungsreaktionen sein, sondern auch Fremdmaterialien aus der Zahnmedizin, etwa Metalle, Amalgam oder Kunststoffe. Als Folge dieser Schadstoffbelastung können chronische Erkrankungen im Zahn- und Kieferbereich auftreten, ebenso dauerhafte Müdigkeit, Leistungsschwäche oder Migräne. Deshalb ist es wichtig, den Patienten vor Behandlungsbeginn einer komplexen Diagnostik zu unterziehen. Dabei kann die Verträglichkeit der eingesetzten Materialien durch zuverlässige Bluttests wie den Lymphozytentransformationstest (LTT) überprüft werden.

Unverträglichkeiten erkennen und vermeiden

Das Ziel der Umweltzahnmedizin ist es, Materialunverträglichkeiten zu erkennen und zu vermeiden. Ganz besonders wichtig ist das vor geplanten größeren oralchirurgischen Eingriffen wie Implantationen. Im Vorfeld jeder Implantattherapie überprüfen wir daher, ob beim Patienten eine Titanunverträglichkeit vorliegt und wie hoch seine allgemeine Entzündungsbereitschaft ist.

Je nach geplantem Zahnersatz, wird auch hier vorab die Verträglichkeit der in Frage kommenden Materialien analysiert. Bevor Medikamente oder Lokalanästhetika zum Einsatz kommen, wird auf Patientenwunsch geprüft, ob sie auch vertragen werden.

Spezielle Betreuung für spezielle Bedürfnisse

Umweltbelastete Patienten benötigen und verdienen eine umfassende professionelle Betreuung, die sich nach ihren Bedürfnissen und individuellen gesundheitlichen Voraussetzungen ausrichtet. Dies kann nicht jeder Zahnarzt bieten. Deshalb wurde von der Internationalen Gesellschaft für Ganzheitliche Zahnmedizin (GZM) und dem Berufsverband der Umweltmediziner Deutschlands (dbu e.V.) eine spezielle Ausbildung für Zahnärzte im Bereich der Umweltzahnmedizin entwickelt. Dies ermöglicht nicht nur eine angemessene Versorgung der betroffenen Patienten, sondern sorgt auch dafür, dass die Problematik in der Öffentlichkeit steigende Beachtung erfährt.



Zahnärzte am Weinberg

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Beschreibung

Zahnarztpraxis
 
  • Ganzheitliche Zahnmedizin
  • Umweltzahnmedizin
  • Laserbehandlung
  • Ästhetische Zahnmedizin
  • Füllungstherapie

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