Dr. med. Friedemann Meisse
An circa 3.000 durchgeführten Brachytherapien beteiligt, zählt Dr. med. Friedemann Meisse, Facharzt für Urologie, mit zu den erfahrensten Ärzten für diese Behandlungsmethode in Deutschland. Er setzt das Verfahren seit 2002 ein. Ihn haben von Anfang an die Präzision, Effizienz und Minimalinvasivität dieser Methode begeistert. Denn die in den 1980er und 1990er Jahren in den USA entwickelte LDR (low dose rate)-Brachytherapie, auch (Jod-125)-Seedimplantation genannt, erlaubt es, den bösartigen Pros-
tatatumor im Organ selbst vor Ort gezielt zu bestrahlen, ohne dass das umliegende, strahlenempfindliche Enddarm- und Harnblasengewebe unnötig durch Strahlung mitbelastet wird. Damit ist das Verfahren äußerst schonend und für den Patienten nur mit einem vergleichsweise geringen Risiko verbunden.
Ablauf der Seedimplantation
Während eines etwa 60-minütigen Eingriffs werden winzige, reiskorngroße, mit Jod 125 gefüllte Titan-Stifte, sogenannte „Seeds“, mittels Hohlnadeln millimetergenau in die Prostata eingesetzt. Zu Beginn der Behandlung wird zunächst die genaue Position der Seeds sowie die erforderliche Strahlendosis am Computer mit moderner 3D-Technik exakt berechnet. Danach können die Seeds unter Ultraschallkontrolle präzise in die Prostata implantiert werden, wo sie verbleiben. Auf diese Weise zerstört die vom Jod 125-ausgehende Strahlenenergie (Nuklidstrahlung) den Krebs direkt vor Ort, ohne dass Nachbarorgane (Darm/Harnblase) geschädigt werden. Die Strahlung der Seeds fällt im weiteren Verlauf exponentiell ab und kann nach mehreren Wochen nicht mehr nachgewiesen werden.
Vorteile der Brachytherapie zur Behandlung von Prostatakrebs
Bei der Brachytherapie ist nur eine einzige Behandlung notwendig und mehrwöchige Therapiesitzungen, wie sie bei der klassischen externen Bestrahlung erforderlich sind, entfallen. Auch im Vergleich zur Operation hat die Brachytherapie vom Aufwand her ganz klar einen Vorteil: Da die Prostata lediglich punktiert wird, gibt es keine Schnittverletzungen. Damit sinkt das Risiko für Komplikationen wie Harninkontinenz durch Schließmuskelverletzungen, Potenzstörungen, Blutungen, Thrombosen, Wundheilungsstörungen, Narbenbildungen oder Embolien signifikant. Die Brachytherapie ist ein einmaliger und ambulanter Eingriff, während die Operation mit einer durchschnittlich einwöchigen stationären Krankenhausbetreuung verbunden ist und eine vier- bis sechswöchige Reha nach sich ziehen kann.
Die Brachytherapie ist eine nach nationalen und internationalen Leitlinien anerkannte Therapie für Männer mit lokal begrenztem Prostatakarzinom ohne Streuherde (Metastasen). Dabei ist das Verfahren, was die Heilungschancen betrifft, als absolut gleichwertig zur Operation und zur externen Bestrahlung anzusehen. Und im Falle eines lokalen Tumorrezidivs (Wiederauftreten von Krebs innerhalb der Prostata) kann die Seedimplantation im Gegensatz zu den Alternativverfahren wiederholt werden.
Erster Hinweis auf Prostatakrebs kann ein erhöhter PSA-Wert im Blut des Patienten sein. Zur Sicherung der Diagnose erfolgt in einem nächsten Schritt die sogenannte Fusionsbiopsie. Bei dieser modernen Biopsietechnik werden MRT-Bilder in Echtzeit mit Ultraschallbildern überlagert (fusioniert). Das dabei entstehende „Fusionsbild“ ermöglicht es dem Urologen, unter bildgebender Ultraschallkontrolle aus dem krebsverdächtigen Prostataareal Gewebe zur pathologischen Begutachtung exakt entnehmen zu können.
Gute Beratung ist wichtig
Der Antrieb, die Brachytherapie als ambulante Leistung in der Praxis anzubieten, war für Dr. Meisse, dass seiner Erfahrung nach viele Männer aufgrund mangelnder medizinischer Aufklärung keine Kenntnis von der LDR-Brachytherapie haben. Mit dem ambulanten Angebot möchte er diese Therapieform stärker in den Mittelpunkt rücken. Patienten sollen sich in vertrauter Atmosphäre persönlich betreut und gut beraten fühlen.
Jeder Patient bringt individuelle Voraussetzungen mit. Nur die notwendige Erfahrung, die Dr. Meisse in rund 3.000 Seedimplantationen in der Vergangenheit sammeln konnte, ermöglicht es ihm, eventuelle Besonderheiten im Behandlungsverlauf zu berücksichtigen.
Ein Hauptanliegen von Dr. Meisse ist es, den Patienten vorab umfangreich über die momentan empfohlenen Therapieoptionen zu informieren, um ihm eine differenziertere Behandlungsentscheidung zu ermöglichen. Ein Aufklärungsprozess, der viel Sprechstundenzeit erfordert.
Viele Patienten sind erstaunt, so berichtet Dr. Meisse, wie unkompliziert die Brachytherapie verläuft. Dank der angewandten Dämmerschlafnarkose (Sedoanalgesie) ist der Patient schon nach kurzer Zeit wieder fit und kann in Begleitung die Praxis verlassen. Auch der Wiedereinstieg in den (beruflichen) Alltag ist in der Regel sehr rasch möglich, da ein stationärer Aufenthalt, wie es bei der operativen Entfernung der Prostata notwendig ist, bei der Seedimplantation entfällt.
Brachytherapie (Seedimplantation) im Zentrum von München
Nach gut 20 Jahren klinischer Erfahrung mit der Brachytherapie führt Dr. Friedemann Meisse nun die Seedimplantation seit Juni 2025 ambulant in seiner Praxis „Urologie an der Residenz“ im Herzen von München durch.
Für den reibungslosen Ablauf sorgt ein eingespieltes Team, bestehend aus Dr. Meisse, einer erfahrenen Anästhesistin, einem Medizinphysiker und einer Assistentin. Die hohen Auflagen bezüglich Technik und Logistik, die das Landesamt für Umwelt (LFU) zur Durchführung der Brachytherapie verlangt, werden selbstverständlich allesamt erfüllt; übrigens ein weiteres Alleinstellungsmerkmal, welches die „Urologie an der Residenz“ auszeichnet.
Um Prostatakrebs möglichst frühzeitig und damit in einem heilbaren Stadium erkennen zu können, rät
Dr. Meisse Männern gemäß den allgemein anerkannten Leitlinien spätestens ab dem 50. Lebensjahr zur jährlichen Prostatakrebsvorsorge. Sollte bei Krebsnachweis eine Therapie notwendig werden, empfiehlt
Dr. Meisse dem Patienten, Ruhe zu bewahren und sich immer eine fachärztliche Zweitmeinung einzuholen.
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