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| Telefon | 089 2422950 |
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| Website | www.ivf-tal.de |
Die Praxisleitung (von links): Dr. med. Daniel Noss, Dr. med. Isabel Stoll, Dr. med. Kathrin Pohlig und Dr. med. Patrick Mehrle
Es ist das Natürlichste der Welt: der Wunsch nach einem eigenen Kind, einer Familie. Dennoch meldet das Bundesfamilienministerium, dass sich dieser Wunsch für fast jedes zehnte Paar zwischen 25 und 59 Jahren in Deutschland nicht erfüllt. Diese Paare sind auf medizinische Hilfe angewiesen. Auch Bund und Länder stellen dafür finanzielle Unterstützung bereit.
Zum Glück steigen durch stetige Forschung und wachsende ärztliche Erfahrung auch die Erfolgsquoten der Reproduktionsmedizin. Wenden Sie sich bei unerfülltem Kinderwunsch an das MVZ „Reproduktionsmedizin München im Tal“. Als Spezialisten für Kindersegen haben die Praxisleiter Dr. Daniel Noss, Dr. Isabel Stoll, Dr. Patrick Mehrle und Dr. Kathrin Pohlig nach der gynäkologischen Facharztausbildung ihren Schwerpunkt auf „Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin“ gesetzt. Sie und sechs weitere Ärztinnen und Ärzte sowie das freundliche Praxisteam stehen den Paaren mit Kinderwunsch in dieser schwierigen Phase zur Seite – medizinisch und menschlich.
Das Zentrum verfügt über große Therapie-Erfahrung mit überdurchschnittlichen Behandlungsresultaten. Im Jahr 2023 haben wir beispielsweise mit rund 2.000 Paaren erste Kinderwunschgespräche geführt. Seit Jahren haben wir im nationalen Vergleich mit bis zu 2.000 Embryotransfers jährlich sehr hohe Behandlungszahlen. Zudem steigen Wünsche nach „Medical Freezing“ – dem Einfrieren von Eizellen oder Spermien vor einer Chemotherapie oder Bestrahlung – sowie nach „Social Freezing“, der sicheren Bewahrung der Option auf ein Wunschkind in jungem Alter. Auch die Präimplantationsdiagnostik (PID) bei schwerwiegenden genetischen Krankheiten ist Teil unserer Tätigkeit.
Der Weg zum Wunschkind führt immer über die Klärung der Ursachen für die ungewollte Kinderlosigkeit. Liegt eine Endometriose vor? Sind die Eileiter verklebt? Wie viele aktive Spermien sind vorhanden? Für jedes Paar klären wir den Grund der ausbleibenden Schwangerschaft diagnostisch ab. Auf dieser Basis besprechen Ärztin oder Arzt und das Patientenpaar gemeinsam die Therapie. Dabei gilt grundsätzlich: So viel Eingriff in die natürlichen Prozesse wie nötig, so wenig wie möglich.
Wenn im Zyklusmonitoring festgestellt wird, dass der Eisprung nicht oder verspätet stattfindet oder ein Mangel des Hormons Progesteron vorliegt, können die Eierstöcke hormonell zum Eisprung angeregt werden. Dies lässt sich sowohl durch Injektionen unter die Bauchhaut als auch durch die Einnahme von Tabletten erreichen. Der Zyklus wird dabei genau überwacht, sodass das Paar jeden Monat den besten Zeitpunkt für Geschlechtsverkehr kennt.
Wenn Spermien an sich befruchtungsfähig sind, den Weg in die Gebärmutter jedoch nicht schaffen, hilft das Team der Reproduktionsmedizin ihnen dabei. Der Mann sorgt in einem diskreten, komfortabel eingerichteten Raum für eine Spermaprobe in einem sterilen Behälter. Bei der Insemination wird anschließend die Samenflüssigkeit mit einem Katheter direkt in die Gebärmutter eingebracht. Den Rest des Weges bis zur wartenden Eizelle schaffen die Samen dann allein.
Rundum freundlich und offen steht nicht nur der behandelnde Arzt Ihnen zur Seite. Auch das Team von Mitarbeiterinnen am Empfang, im IVF-Sekretariat, in OP und Labor sowie hinter den Kulissen lebt tagtäglich den Service- und Qualitätsanspruch, den wir uns gesetzt haben. Sie unterstützen und informieren die Paare bei Fragen und Hilfestellungen zu Therapie, Medikationen und Befundergebnissen. Das Wohlergehen der Patientinnen hat für uns einen ebenso großen Stellenwert wie die optimale medizinische Behandlung. Seit der Gründung 1987 – als eines der ersten IVF-Zentren in Deutschland – ist die Kinderwunschbehandlung unser Spezialgebiet.
Durch regelmäßige Zertifizierung sichern wir die Qualität unserer Behandlung und der Praxis auf höchstem Niveau, für Ihre Zufriedenheit. Unseren Patienten bieten wir darüber hinaus größtmögliche Transparenz mittels unseres eService-Portals. Wir werten Behandlungsergebnisse statistisch aus und ermöglichen Ihnen online sowie in Jahresberichten einen Einblick: in die Gesamtaktivität unseres Kinderwunschzentrums oder auch die Geburtenrate pro Embryotransfer, über den Einfluss des Alters der Patientin und der Entwicklungsqualität der Embryonen oder die Rate von Zwillingsschwangerschaften. Diese Daten sind vielleicht nicht das individuell Wichtigste, zeigen Ihnen aber, dass wir laufend forschen und danach streben, das Optimum für Sie zu erreichen.
Assistierte Reproduktion ist nichts anderes als unterstützte Fortpflanzung. Es gibt verschiedene Techniken, eine Verschmelzung von Ei- und Samenzelle außerhalb des Körpers zu erreichen, wenn dies auf natürlichem Wege nicht klappt. Wir beraten Sie im Reproduktionszentrum ausführlich zu den Möglichkeiten. Nehmen Sie sich Zeit für eine gemeinsame Entscheidung.
Den meisten Menschen bekannt ist die Möglichkeit der In-Vitro-Fertilisation (IVF). Hier werden Spermien in einem Reagenzschälchen mit der Ei zelle zusammengebracht. Samenzellen aus aufbereitetem Ejakulat treffen auf reife Eizellen und befruchten diese aus eigener Kraft. Dazu unterzieht sich die Frau vorab circa zwei Wochen lang einer hormonellen Stimulation, durch die meist mehrere Eizellen heranreifen. Unter leichter Vollnarkose können diese bei einem kleinen, schmerzfreien Eingriff mittels Kanüle durch die Scheide entnommen werden.
Sind Spermien nicht in der Lage, die Wand der Eizelle zu durchdringen, kann die ICSI (Intracytoplasmatische Spermieninjektion) helfen. Hier wird eine einzelne Samenzelle durch einen hauchdünnen Katheter direkt ins Innere der vorbereiteten Eizelle injiziert. Im Normalfall werden bei jedem ICSI-Versuch mehrere Eizell-Samen-Paare zueinander gebracht. Dies erhöht die Chance, dass sich eine der befruchteten Eizellen zu einem gesunden Embryo entwickelt, der dann rund fünf Tage später in die Gebärmutter eingesetzt werden kann.
Bei geringer Spermienqualität können in einer innovativen ZyMot-Kammer gezielt und effektiv die gesündesten Samenzellen zur Befruchtung ausgewählt werden. Dies ahmt den natürlichen Weg durch den Gebärmutterhalskanal nach und selektiert optimal bewegliche und fitte Samen mit intaktem Genom. So kann die Embryonalentwicklung und Implantationsrate verbessert werden.
Sind im Ejakulat keine Spermien vorhanden, lohnt der Versuch, diese direkt aus dem Hoden zu gewinnen. In der Testikulären Spermienextraktion (TESE) wird in einem kurzen Eingriff in lokaler oder auch allgemeiner Betäubung Gewebe direkt aus den Hoden gewonnen. Nach der mikroskopischen Untersuchung kann dieses kryokonserviert, also tiefgefroren, werden oder direkt in der ICSI in die Eizelle injiziert werden.
Noch bevor bei IVF oder ICSI die Zellkerne des Samens und des Eis im Inneren der Eizelle miteinander verschmelzen, lassen sich Eizellen im sogenannten Vorkernstadium einfrieren. So können „übrig gebliebene“ Eizellen eines Behandlungszyklus kryokonserviert für weitere Zyklen aufbewahrt werden. Dies erspart der Frau erneute Hormonbehandlungen und Eingriffe zur Eizellentnahme. Auch der Mann muss sich – bei schlechter Samenqualität – durch die Kryokonservierung der Zellen im Vorkernstadium nicht wiederholt Eingriffen unterziehen.
Je nach Indikation können ebenso unbefruchtete Eizellen (Oocyten) derart tiefgefroren werden. Auch einzelne Embryos im Blastozystenstadium können in flüssigem Stickstoff vitrifiziert werden. Vitrifikation erzielt wesentlich höhere Überlebensraten als das vorher gebräuchliche „Slow Freezing“.
Auf welchem Wege auch immer Eizelle und Samenzelle außerhalb des Körpers vereinigt wurden – sie werden wenige Tage später in die Gebärmutter eingebracht, falls die Entwicklung vom befruchteten Ei zum etwa zwölfzelligen Embryo erfolgreich war. Auch bei dem Umweg über die Kryokonservierung werden die Eizellen beziehungsweise die Embryos bei Körperwärme aufgetaut und je nach Verfahren vorbehandelt. Stehen im Optimalfall verschiedene Embryonen zur Auswahl, können die Fachärzte dank neuester Embryoskope-Technik mit Infrarot-Bilddokumentation gut einschätzen, welcher von diesen die größten Entwicklungschancen hat.
Die Schleimhaut der Gebärmutter ist zu diesem Zeitpunkt hormonell optimal aufgebaut worden. Nistet sich nun der durch einen dünnen Katheter in die Gebärmutter eingeführte Embryo darin ein, ist das Ziel erreicht: Die Schwangerschaft beginnt. Und die werdenden Eltern können sich vom Laborpersonal einen Schatz überreichen lassen, den sonst fast niemand hat: Ein Foto ihres Babys im Embryonalstadium vor dem Einsetzen – ein kleines Etwas in Form einer Brombeere. Die Keimzelle einer richtigen Familie.
Eine beginnende Schwangerschaft ist leider noch keine Garantie auf ein Kind. Besonders, wenn genetische Erbkrankheiten bei Mann oder Frau oder auch Chromosomenveränderungen im Spiel sind, kann die Schwangerschaft leicht in einer Fehlgeburt enden. Bei mild ausgeprägten genetischen Veränderungen werden diese erst bei der Chromosomenanalyse im Zuge einer Kinderwunschbehandlung entdeckt.
Bleibt also eine Schwangerschaft aus oder treten wiederholt Fehlgeburten auf, ist in manchen Fällen der Einsatz von Präimplantations-Diagnostik (PID) sinnvoll. Dabei können nach einer ICSI-Behandlung die Embryonen schonend auf bestimmte schwere genetische Fehler und Chromosomen-Anomalien untersucht werden. Nur genetisch unauffällige Embryonen werden dann in die Gebärmutter eingesetzt. Begleitend dazu werden die zukünftigen Eltern ausführlich beraten. Wir klären Sie zudem über die rechtlichen Voraussetzungen, eventuelle weitere Untersuchungen und die Antragstellung auf.
Untersucht werden bei der Präimplantations-Diagnostik am fünften Tag nach der Befruchtung nur Zellen aus der äußersten Hülle des Embryos. Diese enthalten alle wichtigen genetischen Informationen, werden aber für das embryonale Wachstum nicht benötigt. So erreichen die Mediziner eine aussagekräftige Diagnostik, ohne dem werdenden Leben Schaden zuzufügen.
Die Reproduktionsmedizin München im Tal erweitert in dem Ziel, Ihnen zu einem Wunschkind zu verhelfen, die Beratung über das Zentrum hinaus. Möchten die Paare unterstützende Verfahren wie Akupunktur, Homöopathie oder eine psychologische Betreuung wahrnehmen, schlägt das Zentrum geeignete Ansprechpartner vor.
Übrigens: Ein alarmgesichertes System überwacht dauerhaft unsere Zellkulturinkubatoren und Stickstofftanks. Auch Verwechslungssicherheit hat oberste Priorität: Das „Vieraugenprinzip“ ergänzen wir im Reproduktionszentrum durch eine hochmoderne Software, die alle Arbeitsschritte überwacht und elektronisch mit der Identität der Eltern abgleicht.