Von Priv.-Doz. Dr. med. Christian Rohrmeier
Schwindel: Wenn sich alles dreht

Gehen, den Kopf drehen, bücken – nichts einfacher als das! Aber was, wenn es nicht mehr funktioniert? Wenn Sie ständig das Gefühl haben, Sie würden schwanken? Und die Angst zu stürzen? Der Schwindel bei Kopfbewegungen? Ihr Leben verändert sich – der Alltag wird zur Belastung. Schwindel kann das gewohnte Leben von einer Sekunde auf die andere komplett auf den Kopf stellen! Die häufigsten vier Arten von Schwindel sind gutartiger Lagerungsschwindel, der Ausfall eines Gleichgewichtsorgans, Morbus Menière und Phobischer Schwankschwindel.

Gleichgewichtsorgan aus fünf Elementen

Das menschliche Gleichgewichtsorgan ist komplex aufgebaut: Es besteht aus fünf unterschiedlichen „Sensoren“ pro Seite. Drei in verschiedenen Raum-Ebenen angeordnete Bogengänge senden Informationen über Drehbewegungen des Kopfes an unser Gehirn. Zwei Bereiche mit Kristallen, die sogenannten Otholithenorgane, messen die aktuelle Lage des Kopfes in Bezug auf die Schwerkraft.

Bei Schwindelerkrankungen können das gesamte Gleichgewichtsorgan oder auch nur einzelne Bereiche betroffen sein. In der Routinediagnostik wird jedoch typischerweise nur die Funktion des äußersten Bogenganges gemessen und repräsentativ für das ganze Gleichgewichtsorgan angesehen. So ist es nicht verwunderlich, dass gerade seltenere Schwindelerkrankungen oft nicht erkannt werden oder wichtige Informationen für eine korrekte Diagnosestellung fehlen. Ohne korrekte Diagnose ist eine spezifische Therapie nicht möglich!

Schwindeldiagnostik mit modernster Technik

Sie selbst kennen Ihren Körper am besten! So beginnt jede Schwindeldiagnostik mit einer ausführlichen Analyse Ihrer Beschwerden. Daran schließt sich eine umfassende Funktionsprüfung Ihrer Gleichgewichtsorgane mittels modernster Verfahren wie der Messung des vestibulookulären Reflexes mittels einer Spezialbrille und die Bestimmung vestibulär evozierter myogener Potentiale (kurz VEMPs) an. Diese innovativen Verfahren ermöglichen nicht nur eine schonende, sondern insbesondere eine differenzierte Testung der unterschiedlichen Elemente des Gleichgewichtsorgans. Mit Hilfe der oben genannten Spezialbrille, in die ein Laser, Hochgeschwindigkeitskameras und ultrasensible Gyrometer integriert sind, kann schnell und präzise die Funktion der verschiedenen Bogengänge erfasst werden. Die Prüfung der Otolithenorgane erfolgt mittels Messung elektrischer Muskelpotentiale nach akustischer oder vibratorischer Stimulation. Auf die sonst routinemäßig durchgeführte kalorische Untersuchung, die meist mit Schwindel und Übelkeit verbunden ist, kann nun oft gänzlich verzichtet werden. Einen Lichtblick bieten die neuen Messmethoden vor allem auch für Patienten mit bislang ungeklärtem Schwindel. Häufig können bislang nicht erkannte organische Ursachen aufgedeckt werden und sich somit neue Therapieoptionen ergeben.

Therapie durch Medikamente und Training

Die medikamentöse Therapie von Schwindel stellt sich oft schwierig dar. Spezielle Befreiungsmanöver, Gleichgewichts-, aber auch mentales Training nehmen einen großen Stellenwert ein. Zudem bietet Ihnen die HNOPraxis PD Dr. Rohrmeier/Dr. Federhofer in Straubing schonende und wissenschaftlich bewiesene Therapieverfahren, wie zum Beispiel die direkte Injektion von Medikamenten in das Mittelohr. Gemeinsam mit Ihnen wird ein individuelles Behandlungsverfahren für einen bestmöglichen Therapieerfolg etabliert.

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HNO-Praxis Dres. med. Rohrmeier und Federhofer

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