Mit Check-ups dem Herzinfarkt vorbeugen

Ein Blutgerinnsel bildet sich in einem der Herzkranzgefäße und verschließt es. Plötzlich wird der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Der Herzinfarkt ist da!

Das bedeutet nicht immer den unmittelbaren Tod des Betroffenen. Knapp ein Fünftel der Herzinfarkte, besonders bei älteren Menschen und bei Frauen, werden überhaupt nicht bemerkt. Meist treten jedoch typische Symptome auf wie starke Schmerzen in der Brust, die bis in den linken Arm, den oberen Bauch oder auch den Kiefer ziehen können. Auch Rückenschmerzen, Angst, ein Gefühl der Enge, Schwäche und Übelkeit sind mögliche Folgen.

Unterschiede bei Mann und Frau

Bei den „typischen Symptomen“ wissen die meisten Menschen, dass sie sofort den Notarzt alarmieren müssen. Die klassische Medizin hat sich jedoch lange vor allem an männlichen Patienten orientiert – und nicht bemerkt, dass sich ein Infarkt bei Frauen häufig ganz anders äußert.

Heute wissen Ärzte, dass Frauen oft eher Schmerzen im oberen Bauch als in der Brust bekommen, bei ihnen der rechte statt der linke Arm wehtut und die Schmerzen auch ganz fehlen können – an deren Stelle treten zum Beispiel Atemnot, Übelkeit, generelle Schwäche und Erbrechen. So denken Frauen oft eher an einen starken Magen-Darm-Infekt als an einen Herzinfarkt und versuchen, das Unwohlsein mit Tee und Schonkost zu bekämpfen. Das kann fatal sein. Die logische Folge ist: Männer haben zwar häufiger einen Infarkt, aber mehr Frauen sterben daran, weil ihr Leiden nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird.

Ihr Herz auf dem Prüfstand

Damit es gar nicht erst so weit kommt, dass Infarkte zu einer Herzschwäche oder gar zum Tod führen, empfehle ich spätestens ab dem 40. Geburtstag regelmäßige Check-up-Untersuchungen beim Kardiologen. Ganz nach dem Motto „Prävention statt Intervention“. Eine individuelle Risiko-Analyse gibt Aufschluss über Ihre Herzgesundheit. Daraus leiten wir die jeweils persönlich sinnvollen Vorsorgemaßnahmen ab.

Zu einem Check-Up gehören immer ein Arztgespräch und die gründliche Anamnese. Hinzu kommt eine körperliche Untersuchung. Wir messen den Blutdruck, den Puls und die Sättigung des Sauerstoffs im Blut. Ein Ruhe- EKG und ein Belastungs-EKG zeigen, ob das Herz regelmäßig schlägt. Sollte dabei der Verdacht einer Herzrhythmusstörung auftreten, ist zusätzlich ein Langzeit- EKG sinnvoll. Mittels Echokardiographie werden die Pumpfunktion des Herzens und die Schließkraft der Herzklappen ermittelt. Eine Blutanalyse und Urinanalyse im Labor runden den Check-Up ab.

Mit all diesen Untersuchungen können wir neben der aktuellen Herzgesundheit auch mögliche Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen erkennen – und gemeinsam reduzieren.

Verantwortung für das eigene Herz übernehmen

Spätestens ab dem Check-up-Gespräch wissen Sie: Herzinfarkte entstehen nicht einfach so. Dem Infarkt geht fast immer eine koronare Herzkrankheit voraus, verursacht meist durch eine „Verkalkung“ der Adern, wie man umgangssprachlich sagen würde. Durch Ablagerungen in den Arterien ist bei der Arteriosklerose der Blutfluss gestört.

Sie können selbst viel dafür tun, dass Ihre Adern geschmeidig und durchlässig bleiben und so Ihr Infarktrisiko deutlich senken. Ein herzgesundes Leben ist vielleicht weniger bequem, aber es lohnt sich.

Das tut Ihrem Herzen gut:

  • Bleiben Sie in Bewegung! Wer regelmäßig Sport treibt (etwa 150 Minuten die Woche) oder flott spazieren geht, stärkt sein Herz-Kreislauf-System und beugt damit der Arteriosklerose vor. Herzkranke Menschen können unter Kontrolle in einer speziellen Koronarsportgruppe trainieren.
  • Essen Sie viel Gemüse und Obst! Eine abwechslungsreiche Vollwertkost mit wenig Fleisch hält die Blutfettwerte im Rahmen und hilft, das Gewicht zu senken oder zu halten. Fett ist dabei nicht grundsätzlich böse: Gute Fette wie Rapsöl oder natives, kaltgepresstes Olivenöl im Salat, helfen dem Herz sogar, gesund zu bleiben.
  • Erreichen Sie Ihr Idealgewicht! Menschen mit Übergewicht haben ein deutlich erhöhtes Infarktrisiko – vor allem, wenn sie auch unter Bluthochdruck, hohen Blutfettwerten und/oder Diabetes leiden. Übergewicht beginnt bei einem Body-Mass-Index (BMI) von 25.
  • Rauchen Sie nicht! Raucher haben ein sechsfach erhöhtes Herzinfarkt-Risiko. Besonders unter den jungen Herzinfarkt-Opfern gehören die meisten zu dieser Risikogruppe.
  • Nicht zu viel Alkohol! Mehr als 20 Gramm Alkohol am Tag (etwa ein kleines Glas Rotwein) sollten Männer nicht trinken, bei Frauen liegt die Grenze noch niedriger.
  • Bauen Sie Stress ab! Zu viel Stress in Familie, Freizeit oder Beruf kann den Herzmuskel dauerhaft schädigen. Finden Sie heraus, wie Sie am besten entspannen können.

Chep-Ups dem Herzinfarkt vorbeugen (3 Einträge)

 


Kardiologie im FachArztZentrum Bogen

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