Dr. Friedemann Meisse zur urologischen Vorsorge allgemein und zur Abklärung von Prostatakrebs im Besonderen
Urologische Vorsorge – Mann sollte da hingehen, Frau auch...

Der Prostatakrebs gehört zu den weltweit häufigsten bösartigen Tumorerkrankungen beim Mann. Laut Robert-Koch-Institut erkranken in Deutschland jährlich rund 60.000 Männer an Prostatakrebs. Das größte Problem im Umgang mit Prostatakrebs ist, dass Männer im Vergleich zu Frauen eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung noch zu wenig in Anspruch nehmen. Hier sollte unbedingt mehr Aufklärung erfolgen! Gerade bei Prostatakrebs besteht eine gute bis sehr gute Heilungschance, vorausgesetzt er wird frühzeitig erkannt und ist noch auf die Prostata begrenzt. Meistens suchen Männer erst dann den Facharzt auf, wenn Beschwerden beim Wasserlassen oder Blut im Urin auftreten. Dahinter können sich relativ harmlose Harnwegsinfektionen, Steine im Harntrakt oder Blasentumore verbergen, aber eben auch ein Prostatakrebs. Gemäß internationaler urologischer Leitlinien sollten Männer bei familiärer Vorbelastung ab dem 45. Lebensjahr, ansonsten ab dem 50. Lebensjahr einmal jährlich beim Urologen vorstellig werden.

<p>Dr. med. Friedemann Meisse</p>

Dr. med. Friedemann Meisse

Wie wird die Vorsorgeuntersuchung durchgeführt?

Bei der Prostata-Vorsorgeuntersuchung wird zusätzlich zur Anamnese und der körperlichen Untersuchung eine Ultraschalluntersuchung vorgenommen. Der transrektale Ultraschall lässt sich heute in innovativer 3-D-Technik durchführen. Am bekanntesten im Zusammenhang mit der Vorsorgeuntersuchung dürfte die Bestimmung des PSA-Wertes sein. PSA ist die Abkürzung für prostataspezifisches Antigen. Der Normwert ist abhängig vom Alter und kann auch sonst Schwankungen unterliegen. So kann eine gutartige Prostatavergrößerung oder Entzündung für erhöhte Werte sorgen. Auch wenn der PSA-Wert allein kein 100-prozentiger Marker für das Vorhandensein eines Karzinoms (Krebs) ist, so ist er doch ein sehr wichtiger Hinweis. Zu einem deutlich hohen Prozentsatz korreliert Prostatakrebs mit einem erhöhten PSA-Wert. Eine Prostatakrebs-Vorsorgeuntersuchung sollte also immer eine PSA-Wert-Bestimmung, eine Tast- sowie eine Ultraschalluntersuchung umfassen. Bei einer Auffälligkeit ist eine weiterführende Abklärung erforderlich.

Fusionsbiopsie zum sicheren Krebsnachweis

Die Diagnose Prostatakrebs muss immer auf geweblicher Zellebene (biotisch) gesichert werden. Dafür stehen als etablierte Biopsieverfahren unter anderem die Randombiopsie oder die Feinnadelpunktion zur Verfügung. Das modernste Verfahren zum histologischen (geweblichen) Nachweis stellt die Fusionsbiopsie dar. Bei ihr werden unter kombinierter Ultraschall- und MRT-Bildgebung gezielt Gewebeproben aus den krebsverdächtigen Prostataregionen entnommen. Was so einfach klingt, ist technisch sehr anspruchsvoll und nur dank besonderer Techniken möglich. Wir zählen zu den ersten Praxen in Deutschland, die die Fusionsbiopsie ambulant und stationär in der Klinik durchführen.

Vorsorge auch für junge Männer

Nicht nur Männer mit familiärer Vorbelastung und ab dem 50. Lebensjahr sollten an die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung bei Prostata- und Darmkrebs denken. Mit rund 4.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland stellt der Hodenkrebs bei jungen Männern im Alter zwischen 25 und 40 Jahren eine der häufigsten Krebserkrankungen dar. Junge Männer zwischen 15 und 35 Jahren zählen auch zu der Altersgruppe unter den Männern, die am häufigsten von sexuell übertragbaren Erkrankungen wie Chlamydieninfektionen und Infektionen mit Humanen Papillomaviren (HPV) betroffen sind. Für HPV - bei Frauen Mitverursacher von Gebärmutterhalskrebs - gibt es bei Männern zwar noch keine offizielle Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko), aber die bislang vorliegenden Daten sprechen eher für eine Impfung. Es gibt Hinweise auf Zusammenhänge zwischen HPV und Peniskrebs. Zunehmend setzt sich die Fachmeinung dahingehend durch, dass sich alle männlichen und weiblichen Personen ab der Geschlechtsreife, unabhängig davon, ob jemals eine HPV-Infektion vorlag oder nicht, prophylaktisch impfen lassen sollten, zumal die Promiskuität weltweit - auch in Deutschland - wieder zunimmt. Wir bieten die HPV-Impfung sowohl für Mädchen als auch für Jungen an.

Vorsorge auch für Frauen

Auch Frauen sind in der urologischen Vorsorge nicht zu vergessen. Mit der Photodynamischen Diagnostik (PDD) lassen sich Harnblasentumore, die insbesondere bei Zigarettenkonsum gehäuft auftreten können, sowohl bei Männern als auch bei Frauen frühzeitig erkennen. Die Ultraschallausstattung in unserer Praxis erlaubt es uns auch, Nierentumore im Sinne der Vorsorge frühzeitig abzuklären. Schließlich sind wir auch Ansprechpartner in der Darmkrebsvorsorge.



Urologische Privatpraxis an der Residenz Dr. med. Friedemann Meisse

Urologische Privatpraxis an der Residenz Dr. med. Friedemann Meisse

Beschreibung

Urologie
  • Ambulantes und stationäres Operieren
  • Botulinum-Toxin (Botox®)-Infiltrationen
  • Brachytherapie
  • Digitales Röntgen
  • Fusionsbiopsie der Prostata

Urologische Privatpraxis an der Residenz Dr. med. Friedemann Meisse

Kontakt

Residenzstraße 23
80333 München
Telefon 089 45228450
Fax 089 452284599

Anzeige