Von Dipl.-Finanzwirt Hubert Gernoth
Praxis-Tipps Gesundheitsbranche

Hubert Gernoth

Dipl.-Finanzwirt (FH)

(Quelle: Steuerberatung Gernoth GmbH)
Gerüstet für den Notfall

Medizinische Notfälle retten Leben – und die meisten Ärzte sind hierfür gut gerüstet. Anders ist das mit dem betriebsbedingten Notfall. Fällt der Geschäftsführer einer Praxis vorübergehend oder dauerhaft aus, ist die Not oft groß. Wir empfehlen daher einen „betriebsbedingten Notfallkoffer“ zu packen. Damit kann die Praxis nach dem Ausfall des Inhabers reibungslos weiterlaufen und Mitarbeiter oder Erben werden nicht mit einer „großen Leere“ konfrontiert. In den Notfallkoffer gehören:

  • Mitgliedsbescheid der Ärztekammer
  • Grundbuchauszüge
  • Vermögensaufstellung
  • Mietverträge über die Räumlichkeiten der Praxis
  • Arbeitsverträge der Mitarbeiter und Gehaltslisten
  • Vereinbarungen und sonstige Verträge
  • Steuerunterlagen
  • Betriebliche Versicherungen
  • Geschäftliche Vollmachten
  • Verzeichnis der Anwälte und Berater
  • Betriebserlaubnis/ Zulassung
  • Gesellschaftsverträge (falls vorhanden)
  • Handelsregister (falls die Praxis als Kapitalgesellschaft/ GmbH gegründet wurde)

Dieser Notfallkoffer kann digital oder auf Papier gepackt werden und sollte regelmäßig aktualisiert werden. Auf seiner Basis lassen sich schnell Entscheidungen treffen. Zusätzlich zu den Praxis-Unterlagen empfehlen wir, wichtige persönliche Dokumente in den Koffer zu legen – etwa das Testament, Rentenbescheide, private Vollmachten, Bankverbindungen und Geburtsurkunde.

Von der Hauptapotheke zur Filialisierung

Seit 16 Jahren dürfen Apothekeninhaber zusätzlich zu ihrem Haupt-Firmensitz drei Filialen gründen. Die strategische Entscheidung für Filialen kann den wirtschaftlichen Erfolg auch in Zeiten des steigenden Anteils von Internetapotheken dauerhaft sichern. Wer größere Marktanteile erreichen, die Konditionen im Einkauf verbessern, seine Konzepte vervielfältigen und größere Marktanteile erschließen möchte, ist mit der Filialisierung unter Umständen gut beraten – vor allem, wenn die Möglichkeiten der Hauptapotheke weitgehend ausgeschöpft sind. Eigene Neugründungen sind ebenso möglich wie die Übernahme bestehender Apotheken. Wir prüfen die Wirtschaftlichkeit und analysieren bei Übernahmen die Jahresabschlüsse des Vorgängers. Als Fachberater klären wir mit Ihnen die wichtigsten Fragen. Zum Beispiel muss genügend Personal zur Verfügung stehen, ein geeigneter Standort und die finanziellen Mittel. Wir stehen Ihnen bei allen Entscheidungen zur Seite.

Mehr Nettolohn für Ärzte

Damit angestellte Ärzte und Praxismitarbeiter mehr Netto vom Bruttolohn erhalten, ist keine Gehaltserhöhung nötig. In Deutschland bieten sogenannte „Lohnbausteine“ sowie variable Steuer- und Sozialgesetze die Möglichkeit zur Nettolohnoptimierung, ohne dass Steuern und Abgaben steigen.

Es gibt 22 Geld- und Sachleistungen des Arbeitgebers: Lohnbausteine, die der Arbeitnehmer nicht versteuern muss. Dazu gehört die Erstattung von Kosten für Arbeitskleidung, Arbeitsmaterial und Ähnlichem, ein pauschaler Beitrag zu Firmen- und Dienstwagen, pauschal besteuerter Arbeitslohn wie Fahrtkosten oder ein sachbezogener Lohn in Gutscheinform bis zu maximal 44 Euro im Monat.

Für Arbeitnehmer bringen diese Leistungen mehr Netto vom Brutto, ohne dass dem Arbeitgeber Mehrkosten entstehen. Beliebte Lohnbausteine in Praxen sind zum Beispiel ÖPNV-Tickets oder Tankgutscheine, die vom Arbeitgeber gezahlt (bis maximal 44 Euro) oder bezuschusst werden.

Wenn eine Fort- oder Weiterbildung die berufliche Kompetenz des Mitarbeiters „maßgeblich verbessert“, und ein Teil davon als Arbeitszeit gezählt wird, sind auch die Kosten hierfür steuerfrei.

Zusätzlich zum normalen Lohn kann der Arbeitgeber die Berufskleidung bezahlen – ohne dass es hier eine Limitierung des Freibetrags gibt.

Unbegrenzte Zuschüsse sind auch für die Betreuung von Kindern im nicht schulpflichtigen Alter möglich, wenn das Kind in einem Kindergarten oder einer Krippe betreut wird. Diese Lohnzuschüsse erleichtern den Alltag ebenso wie Zuzahlungen zu den Mahlzeiten. Hier muss der Arbeitgeber allerdings eine pauschale Lohnsteuer von 25 Prozent zahlen und eine Obergrenze von 91,50 Euro darf monatlich nicht überschritten werden. All diese Leistungen tragen außer zur Lohnoptimierung auch zur langfristigen Mitarbeiterbindung bei.

Wirtschaftlichen Erfolg sichern (3 Einträge)

 


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