Von Dr. Angelika Ranzinger
Gesundheit ein Leben lang

Hamster und Kaninchen rangieren bei den liebsten Haustieren der Deutschen unter den Top Fünf. Diese stellen ihre Besitzer mit besonderen Bedürfnissen vor Herausforderungen. Die sensiblen Kleintiere haben „Schwachstellen“ und sind besonders anfällig für spezielle Probleme und Infektionskrankheiten.

Verstopfte Backentaschen beim Hamster

Verletzungen und Verstopfungen der Backentaschen sind bei Hamstern typische Leiden. Hier sollte man auf artgerechte Fütterung achten. Süßes, Salziges, Gewürztes, Klebriges sowie scharfe Gegenstände haben im Käfig nichts zu suchen. Auch Knochenbrüche der fragilen Beinchen durch Herunterfallen, Hängenbleiben in Schlaufen oder Verletzungen durch scharfe Kanten sind möglich. Darauf sollte bei der Einrichtung des Käfigs und beim eventuellen Freilauf geachtet werden.

Neben diesen offensichtlichen Beeinträchtigungen des Hamsters durch falsche Haltung gibt es jedoch auch Krankheiten, die sich weniger spezifisch und erst nach und nach bemerkbar machen. Hamsterhalter sollten hier auf Symptome achten und ihr Tier regelmäßig wiegen.

Eine Krankheit ist besonders dramatisch und befällt Jungtiere. Die „Wet tail disease“ oder auch „Nassschwanzkrankheit“ ist eine häufige Infektion bei Tieren in den ersten zwei Lebensmonaten. Die Krankheit geht charakteristisch mit Durchfall, Fieber, Blähungen und feuchten Stellen am Schwanz einher. Fütterungsfehler, Abwehrschwäche durch Stress oder durch zu frühes Absetzen von der Mutter sowie bakterielle, virale und parasitäre Infektionen können die Krankheit begünstigen. Unbehandelt sterben die Junghamster meist innerhalb weniger Tage.

Kaninchen und ihre sensible Verdauung

Das artgerechte Futter für die Langohren besteht zu einem großen Teil aus sogenanntem Raufutter, also Gras, Heu, Kräutern und Blättern. Nur die richtige Fütterung sorgt für den nötigen Abrieb der Zähne, die ein Leben lang wachsen. Bei einer Fehlstellung muss der Tierarzt eingreifen und die Zähne kürzen, da sonst keine normale Futteraufnahme möglich ist.

Darüber hinaus drohen schwerwiegende Verletzungen und Abszesse im Maul sowie Verdauungsstörungen. Doch auch der restliche Verdauungstrakt ist sehr empfindlich. Oft kommt es auch wegen Stress und Parasiten zu Durchfällen und Krämpfen sowie zu Verstopfungen durch Haarballen, die in seltenen Fällen operativ behandelt werden müssen.

Doch auch nicht heilbare Leiden drohen. Durch einzellige Parasiten wird das Zentralnervensystem bei der Enzephalitozoonose geschädigt. Die sogenannte „Schiefkopfkrankheit“ zeigt sich durch Lähmungen, Krämpfe, Ataxie und Kopfschiefhaltung. Durch frühe Behandlung durch den Tierarzt können hier die Symptome zurückgedrängt werden.

Weit problematischer ist die sogenannte Chinaseuche (Rabbit haemorrhagic disease). Durch die gestörte Blutgerinnung bei RHD – verbunden mit Einblutungen im Gewebe des Tieres – stirbt das infizierte Kaninchen. Ebenfalls tödlich verläuft die Kaninchenpest (Myxomatose), die durch Insekten übertragen wird. Gegen beide Krankheiten können Halter ihr Tier nur mit Impfungen schützen.

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