Optilume-Methode: von Dr. med. Korbinian Langer
WIEDER FREIER DURCHFLUSS

Dr. med. Korbinian Langer

(Quelle: Hintergrund: © Celt Studio - stock.adobe.com)

Gibt es beim Urinieren Probleme, kann dies den Alltag massiv beeinträchtigen. Steckt eine Harnröhrenverengung, auch Harnröhrenstriktur genannt, dahinter, sollte diese schnellstmöglich behoben werden. Denn neben einem abgeschwächten Harnstrahl, Pressen beim Wasserlassen, Restharnbildung oder der Unfähigkeit, die Blase ganz oder teilweise zu leeren, kann die Verengung unbehandelt zu Infektionen, Blasen- und Nierenschäden oder sogar Unfruchtbarkeit führen.

Konventionelle Dilatationsverfahren

Die Behandlung einer Harnröhrenverengung richtet sich im Wesentlichen nach Lage und Größe der Verengung. Die älteste Methode ist die Aufdehnung oder Bougierung, bei der ein spezieller Katheter die Harnröhre aufdehnt. Sie kann leicht und ohne OP durchgeführt werden. Der entlastende Effekt hält allerdings nicht lange an, weswegen das Verfahren immer wieder durchgeführt werden muss. Auch ein Stent in Form eines kleinen Rohres, das die Harnröhre offenhält, bringt nur einen kurzzeitigen Erfolg. Endoskopisch mit Messer oder Laser wird die Striktur bei der sogenannten Schlitzung aufgeweitet. Dabei wird jedoch zwangsläufig auch gesundes Gewebe verletzt. Da sich damit das Rezidivrisiko deutlich erhöht, sollte eine Schlitzung nicht mehrfach durchgeführt werden. Chirurgische Harnröhrenplastiken werden nur in besonderen Fällen durchgeführt.

Schonend mit der Optilume-Methode

Als besonders schonendes, minimalinvasives Verfahren bei einer vorliegenden Harnröhrenstriktur gilt die sogenannte medikamentenbeschichtete Ballondilatation, auch Optilume-Methode genannt. Bei diesem Verfahren wird ein Ballonkatheter bis zur Verengung in die Harnröhre eingeführt und dort sanft aufgeblasen. Die Striktur wird damit schonend mechanisch aufgedehnt. Der Ballon gibt dabei das Medikament Paclitaxel an das umliegende Gewebe ab. Paclitaxel zählt zu den klassischen Chemotherapeutika und wird vor allem zur Behandlung verschiedener Krebsarten eingesetzt. Die Eigenschaft, die Bildung neuer Zellen zu hemmen, macht sich die Urologie zunutze, da das Medikament damit auch das Risiko für ein Wiederauftreten von Strikturen reduziert. Durch das Verfahren werden Symptome wie Blasenentleerungsprobleme und schwacher Harnstrahl sofort gelindert. Bei über drei Viertel der Patienten stellt sich sogar eine dauerhafte Heilung ein. Mit dem Optilume-Katheter steht eine neuartige Therapie zur Verfügung, die bessere Ergebnisse als konventionelle Dilatationsverfahren erzielt und zugleich weitreichende Operationen vermeidet.

Urologie Landshut (4 Einträge)

 


Urologie Zentrum Landshut

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