Von Christian Hopfner, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verkehrsrecht
Das Verkehrsrecht: komplex und kompliziert

Die Unfallzahlen sind alarmierend. Statistiker des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft haben hochgerechnet, dass sich pro Jahr mehr als 2,4 Millionen Verkehrsunfälle in Deutschland ereignen. Rein rechnerisch werden jeden Tag bei rund 6500 Unfällen circa 950 Menschen verletzt. Die Folge: Die Kfz-Versicherer in Deutschland müssen jährlich mehr als 20 Milliarden Euro aufwenden, um die Unfallschäden zu begleichen. Weil das Verkehrsaufkommen kontinuierlich steigt, war die Einführung einer speziellen Qualifikation für Rechtsanwälte auf dem Gebiet des Verkehrsrechts die naheliegende Konsequenz.

Qualifikation fortlaufend nachweisen

Die Fachanwaltsordnung (FAO) regelt, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, dass die Bezeichnung Fachanwalt geführt werden darf. In einem Fachanwaltslehrgang wird besonderes, theoretisches Wissen vermittelt, das in schriftlichen Prüfungen abgefragt wird. Auch praktische Kenntnisse aus allen verkehrsrechtlich-relevanten Gebieten muss der Rechtsanwalt nachweisen, bevor ihm die zuständige Rechtsanwaltskammer die Berechtigung zum Führen der Fachanwaltsbezeichnung "Fachanwalt für Verkehrsrecht" verleiht. Durch jährliche Fortbildungsnachweise des Fachanwalts wird diese Qualifikation von der Kammer fortlaufend überprüft.

Verkehrsrecht: Sorgfältige Einzelfallprüfung

Im Verkehrszivilrecht wirft schon ein kleiner Blechschaden viele Fragen zu Haftung und Umfang des Schadenersatzes auf. Welche Ansprüche hat der Mandant? Bekommt er die Kosten für den Mietwagen erstattet? Den Nutzungsausfall und das Schadengutachten ersetzt? Verletzte müssen sich fragen: Erhalte ich Schmerzensgeld? Habe ich Anspruch auf Verdienstausfall? Pauschale Antworten sind nicht hilfreich, denn jeder Einzelfall ist sorgfältig und individuell zu beurteilen. Auch Ansprüche aus einer Unfallversicherung oder Kaskoversicherungen bedürfen der Prüfung. Aus diesem Grund ist das Versicherungsrecht bei verkehrsrechtlichen Fragen regelmäßiger Bestandteil der juristischen Prüfung. Die Ansprüche müssen die Unfallbeteiligten häufig vor Gericht durchsetzen - oft nach der Einholung von Gutachten zur Unfallanalyse, zu medizinischen Indikationen oder Wirtschaftsgutachten zum entgangenen Gewinn bei Selbstständigen

Alkohol und die Folgen

Im Falle einer Alkoholisierung ist häufig das Verkehrsstraf- und Ordnungswidrigkeitenrecht tangiert. Ab 0,5 Promille ist von einer Ordnungswidrigkeit auszugehen, die mit Fahrverbot geahndet wird. In Verbindung mit einem alkoholbedingten Fahrfehler kann bereits eine Alkoholisierung von 0,3 Promille zu einer Straftat und zum Entzug der Fahrerlaubnis führen. Auch eine Unfallflucht, etwa ein Parkrempler, kann den Entzug der Fahrerlaubnis nach sich ziehen. Nicht nur dann, wenn die Fahrerlaubnis im Strafverfahren entzogen wird, stellt sich jedenfalls ab einer Alkoholisierung von 1,6 Promille im verwaltungsrechtlichen Verfahren zur Wiedererteilung der Fahrerlaubnis bei der Fahrerlaubnisbehörde die Problematik der Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung (MPU).

Erfahrung im Verkehrsrecht

Die oben genannten Beispiele zeigen, dass im Verkehrsrecht vor Gericht auch Besonderheiten der Verfahrens- und Prozessführung zu berücksichtigen sind. Für die Wahrung und Durchsetzung Ihrer Rechte ist deshalb die langjährige Erfahrung eines Fachanwalts für Verkehrsrecht von entscheidender Bedeutung.



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