Von Dr. med. Claudia Hörl und Dr. med. Axel Siefert
Strahlentherapie beim Mammakarzinom

Die Strahlentherapie spielt eine wichtige Rolle im onkologischen Gesamtkonzept

Brustkrebs ist die häufigste Tumorerkrankung der Frau. Etwa jede neunte Frau ist in ihrem Leben davon betroffen. Die Strahlentherapie ist bei der Behandlung des Mammakarzinoms unverzichtbar.

Die meisten Patientinnen werden heute brusterhaltend mit gutem kosmetischem Ergebnis operiert. Danach ist eine Bestrahlung der Brust und evtl. der zugehörigen Lymphknoten indiziert, um das Risiko des Wiederauftretens und auch der Metastasierung zu senken. Wenn die Brust entfernt wurde, kann eine Bestrahlung der Brustwand bei bestimmten Risikokonstellationen ebenfalls sinnvoll sein.

<p>Dr. med. Claudia Hörl</p>

Dr. med. Claudia Hörl

Auch bei einer Krebsvorstufe, dem ductalen Carcinoma in situ (DCIS) ist die Bestrahlung nach Operation erforderlich. Neben einem Rückfall kann die Umwandlung in ein invasives Karzinom dadurch vermieden werden.

Individuelle Therapiekonzepte

Die Bestrahlung wird individuell und risikoangepasst durchgeführt. Berücksichtigt werden neben Alter und Belastbarkeit der Patientin vor allem Faktoren wie Art, Größe und Ausbreitung des Tumors. Bei höherem Risiko wird zum Beispiel eine zusätzliche Dosis (Boost) in der Tumorregion verordnet, um Tumorrückfälle in der Brust zu vermeiden.

Der Boost kann im Anschluss an die Bestrahlung der gesamten Brust (sequentiell) oder gleichzeitig (simultan integriert) durchgeführt werden.

<p>Dr. med. Axel Siefert</p>

Dr. med. Axel Siefert

Abhängig von den verschiedenen Risikofaktoren und der daraus folgenden verordneten Dosis kann eine Bestrahlungsserie zwischen drei und sechs Wochen dauern, wobei an jedem Werktag bestrahlt wird. Die einzelne Bestrahlungssitzung dauert nur wenige Minuten.

Schonende Behandlung durch modernste Technik

Die Strahlentherapie erfolgt heute mit modernen Linearbeschleunigern. Vor Beginn wird eine CT-gestützte individuelle Bestrahlungsplanung durchgeführt. Empfindliche Organe wie Lunge und Herz werden bei der Planung besonders beachtet. Durch die intensitätsmodulierte Anpassung der Dosis an das Zielvolumen ist die Behandlung schonend und meist ohne wesentliche Nebenwirkungen.

Bestrahlung der linken Brust in tiefer Inspiration zur optimalen Schonung des Herzens

Bei tiefer Einatmung vergrößert sich der Abstand der Brustwand zum Herzen. Wird die Bestrahlung nur in dieser Atemphase durchgeführt, kann die Dosis am Herzen meist deutlich verringert werden. Das Risiko von Nebenwirkungen wie Herzrhythmusstörungen und Herzinfarkt, die teilweise erst Jahre nach der Strahlentherapie auftreten, wird somit gesenkt.

In unserer Praxis steht eine spezielle Laser- und Video-Technik zur Verfügung, die eine Bestrahlung in Atemanhalt in tiefer Einatmung problemlos und exakt ermöglicht.

Strahlentherapie beim Mammakarzinom (3 Einträge)

 


Gemeinschaftspraxis für Strahlentherapie und Radioonkologie am Klinikum Schwabing

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Beschreibung

Strahlentherapie
  • Perkutane Bestrahlung
  • Hochpräzisionsbestrahlung
  • Ganzkörperbestrahlung
  • Low Level Bestrahlung
  • Radiochemotherapie

Gemeinschaftspraxis für Strahlentherapie und Radioonkologie am Klinikum Schwabing

Kontakt

Klinikum Schwabing, Haus 14 und 15, Kölner Platz 1
80804 München
Telefon 089 30682544
Fax 089 30683862

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