Von Betriebswirtin (VWA) Maria Nickl-Plank
Unternehmensplanung

Auch wenn es gerade in kleineren Betrieben noch nicht immer üblich ist, eine Unternehmensplanung zu erstellen, sollten Unternehmer hier unbedingt aktiv werden. Zwar ist es stets mit zusätzlichem Aufwand verbunden, eine fundierte Planung zu erarbeiten. Aber der Nutzen, den das Unternehmen durch die Planung erzielen kann, übersteigt den Aufwand i.d.R. deutlich, wie die folgenden Ausführungen zeigen.

Klarheit über grundlegende Ziele und Absichten

Die Unternehmensplanung dient zunächst dazu, sich Klarheit über die eigenen Ziele und Absichten für das kommende Jahr zu verschaffen, etwa über realistische Verkaufszahlen und den erforderlichen Mitteleinsatz oder wichtige Investitionsvorhaben zu realisieren. Zudem sollte man formulieren, was man über diesen Zeitraum hinaus in den nächsten ca. drei bis fünf Jahren erreichen möchten, z.B. Produktentwicklungen, Neukunden-Gewinnung, Erschließung neuer Märkte, Angebot von Zusatzleistungen oder Entwicklung neuer Alleinstellungsmerkmale.


Transparenz bei Zahlen und Daten

Im zweiten Schritt sollte man die Ziele und Annahmen mit konkreten Planzahlen hinterlegen. Diese sollen Antworten auf folgende Fragen geben:

  • Wie hoch sind die voraussichtlichen Absatzmengen und Preise?
  • Welche Kosten entstehen?
  • Welche weiteren zahlungsrelevanten Vorgänge gibt es?
  • Welches Investitionsvolumen muss eingeplant werden?
  • Welche Mittel (in Euro) sollen für Werbung und Neuentwicklungen bereitgestellt werden?


Auch die Liquiditätsplanung und die Preiskalkulation sowie die Berechnung der Gewinnspannen oder Deckungsbeiträge für Produkte und Leistungen sind Bestandteil der Planung. Im operativen Bereich werden die Planzahlen auf Monate heruntergebrochen. Mit dieser "Stückelung" lassen sich Besonderheiten, etwa Phasen mit höheren oder niedrigeren Umsätzen, besser abbilden, und es ist klar erkennbar, wann mit welchen Verkaufserlösen, mit welchen Kosten und anderen zahlungsrelevanten Vorgängen, z.B. Tilgungen oder Steuernachzahlungen, zu rechnen ist. Die monatliche Sicht hat auch den Vorteil, dass während des Jahres in kurzen Abständen Vergleiche von Plan- und Istzahlen vorgenommen werden können.


Zentrales betriebswirtschaftliches Steuerungsinstrument
Eine Unternehmensplanung hat den weiteren Vorteil, dass man mit der Planung und den möglichst monatlich durchzuführenden Soll-Ist-Vergleichen ein leistungsfähiges betriebswirtschaftliches Steuerungsinstrument besitzt, das laufend aufzeigt,

  • wie es im Betrieb läuft oder
  • ob und vor allem wo es nennenswerte Abweichungen von den Zielen und Planungen gibt.

Das frühzeitige Erkennen dieser Abweichungen ermöglicht es, gezielt und kurzfristig einzugreifen und negativen Entwicklungen vorzubeugen.

Informations- und Kommunikationsinstrument

Die Unternehmensplanung ist ein wichtiges und zentrales Instrument, um interessierte Dritte vom Leistungsvermögen und den Zielen des eigenen Betriebs zu überzeugen. Wenn man einen Bankkredit benötigen, muss man heute in jedem Fall eine Planung vorweisen, und zwar nicht nur für das kommende, sondern auch für die folgenden drei bis fünf Jahre.

Aber auch größere Betriebe (Kunden), die Aufträge vergeben und an einer längerfristigen Zusammenarbeit interessiert sind, bestehen immer häufiger darauf, dass ein Lieferant belegen kann, womit er erfolgreich ist und es künftig sein will. Auch genaue Aussagen dazu, wie (mit welchen Maßnahmen) man seine Ziele (Erfolge) erreichen will, sollten daher in einer Planung enthalten sein.



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