Das ambulante „Schluckecho“
Bilder aus dem Inneren des Herzens

Vasileios Panagopoulos Facharzt für Kardiologie

(Quelle: © Manuela Drossard-Peter)

Ein Herzultraschall, auch Echokardiographie genannt, liefert in Sekundenschnelle Bilder des Herzens. Doch nach einem Schlaganfall, bei einer vorliegenden Herzklappenentzündung (Endokarditis), einem Blutgerinnsel im Herzvorhof (Vorhofthromben), einem Tumor des Herzvorhofs, Erkrankungen der Hauptschlagader (Aortendissektion, Aortenaneurysma), Herzklappenfehlern oder anderen Herzklappenerkrankungen, reicht dieser „normale“ Ultraschall nicht aus, um auch feinste Blutgerinnsel, Entzündungen, Defekte oder Auflagerungen (Vegetationen) zu sehen. Auch bei einer anstehenden „elektrischen Kardioversion“ zur Regulierung des Herzschlags bei Vorhofflimmern sind die „normalen“ Aufnahmen unzureichend.

Dann braucht es modernste Technik: ein „Schluckecho“. Es liefert hochauflösende Bilder aus dem Inneren des Herzens und macht selbst kleinste Strukturen und Veränderungen sichtbar. Mit einem „Schluckecho“ lassen sich auch spezielle Ursachen eines Schlaganfalls wie etwa Blutgerinnsel (Thromben) im linken Vorhof beziehungsweise Vorhofohr ausmachen.

(Quelle: © Manuela Drossard-Peter)

Der Blick aufs Herz ist frei

Das „Schluckecho wird in der Fachsprache als Transösophageale Echokardiographie (TEE) bezeichnet und in der Regel ambulant durchgeführt. Patienten schlucken dafür einen auf einer Sonde montierten Schallkopf. Er gelangt, ähnlich wie bei einer Magenspiegelung, über einen dünnen, flexiblen Schlauch durch den Mund in die Speiseröhre. Da diese direkt hinter dem Herzen verläuft, ist der Abstand der Sonde zu den Herzstrukturen deutlich geringer als beim „normalen“ Ultraschall von außen durch die Brustwand. Denn hier können Haut, Muskeln sowie Rippen-, Fett- und Bindegewebe, die natürlicherweise das Herz verdecken, das freie Sichtfeld beeinträchtigen. 

Zur Untersuchung sendet der Schallkopf Schallwellen aus, die von Herzgewebe und Blutfluss verändert und zum Schallkopf reflektiert werden. Da die Spitze der Sonde biegsam ist und sogar um die eigene Achse rotieren kann, zeigt sie dem Arzt verschiedene Schnittebenen und -richtungen für eine exakte Vermessung der Herzstrukturen und eine präzise Darstellung auf dem Monitor. Nach der Untersuchung besprechen Arzt und Patient das Ergebnis und erörtern gemeinsam die weiteren Therapieoptionen.

Kurzer Eingriff, kaum Nebenwirkungen

Die Untersuchung wird von den meisten Patienten nicht als unangenehm empfunden. Sie dauert in der Regel je nach Fragestellung nur etwa zehn bis 20 Minuten. Vorab erhalten Patienten ein leichtes Schlafmittel zur Sedierung. Außerdem können Mund- und Rachenraum mittels eines Sprays örtlich betäubt werden. Anschließend wir der Patient so lange überwacht, bis die Sedierung keine Wirkung mehr zeigt. Da Autofahren für 24 Stunden nicht erlaubt ist, sollten sich Patienten nach dem Eingriff von einer Vertrauensperson abholen lassen. Essen und Trinken sind wieder möglich, sobald sich das Taubheitsgefühl im Rachen normalisiert hat.

Die TEE ist ein invasives Verfahren, das als äußerst nebenwirkungsarm gilt. Äußerst selten auftretende Komplikationen sind Verletzungen der Speiseröhre, des Kehlkopfes oder der Luftröhre, Herz-Kreislauf-Störungen, Überempfindlichkeitsreaktionen auf die Betäubung und Erbrechen. Durch den Ultraschall sind ebenfalls keine Nebenwirkungen zu erwarten.



Medizin im Zentrum Deggendorf - Vasileios Panagopoulos

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