Den Ursachen für Atemaussetzer und Schlafmangel auf den Grund gehen
Erholsame Nächte für aktive Tage

Ständig müde und unkonzentriert? Das kann am schlechten Schlaf liegen. Permanenter Schlafmangel und Schwierigkeiten ein- oder durchzuschlafen, beeinträchtigen die körperliche und geistige Gesundheit. Licht, innere Unruhe, Schlafapnoe, Schichtarbeit – die Ursachen für Schlafstörungen sind vielfältig. Wenn sie aber zu lange andauern, alle bisherigen ärztlichen Untersuchungen kein Ergebnis brachten oder die Diagnose auf eine körperlich bedingte Schlafstörung hindeutet, ist eine Untersuchung im Schlaflabor sinnvoll.

Erstdiagnose durch den Bettpartner

Menschen mit obstruktiver Schlafapnoe haben selbst oft das Gefühl, nachts gut zu schlafen. Dennoch sind sie tagsüber müde, schlafen im Alltag ein und verursachen deshalb leicht Autounfälle. Oft sind es die Partnerin oder der Partner, denen auffällt, dass etwas nicht stimmt: Erst regelmäßiges Schnarchen, dann ist es plötzlich viel zu lange still – bis das Atmen mit einem lauten Aufschnarchen wieder beginnt. Wer unter obstruktiver Schlafapnoe leidet, hört im Schlaf immer wieder auf zu atmen. Die Muskeln in Schlund und Rachen erschlaffen und blockieren die oberen Atemwege. Das Gehirn bekommt durch den Atemstillstand weniger Sauerstoff. In einer Stressreaktion drückt die Muskulatur von Brust, Bauch und Zwerchfell unter großer Anstrengung Luft von unten durch die Blockade und beendet so den Atemstillstand fürs Erste. Zehn bis 60 Sekunden kann so ein Aussetzer dauern. Im Extremfall setzt die Atmung mehr als 50-mal in der Stunde aus – Tiefschlaf und Traumschlaf sind dadurch unmöglich.

Wer nicht gut schläft, lebt auch nicht gut

Die wiederkehrenden Alarm-Zustände in der Nacht strengen das Herz an. Der Blutdruck steigt, ebenso die Risiken für Diabetes, Schlaganfall, Herzinfarkt und Depressionen. Beim ersten Verdacht auf Schlafapnoe sollten Betroffene ins HNO-Zentrum kommen. Mit Hilfe einer ambulanten Screening-Untersuchung und bei Bedarf einer Nacht im praxiseigenen Schlaflabor wird die Art und Schwere der Krankheit festgestellt. Ab 15 Atemaussetzern pro Stunde ist eine Behandlung notwendig – aber schon ab fünf Aussetzern kann eine Therapie sinnvoll sein. Die wirksamste Methode zur Behandlung der Atemaussetzer ist die nasale positive Überdruckbeatmung, die sogenannte nCPAP-Therapie. Dabei wird durch eine Nasenmaske mit leichtem Überdruck Raumluft in die Atemwege gepumpt.

Eine leichte bis mittelschwere Schlafapnoe kann mit einer Unterkieferprotrusionsschiene behandelt werden. Sie schiebt den Unterkiefer nach vorn und vergrößert damit den Atemraum hinter der Zunge. Hier arbeitet das HNO-Zentrum Ingolstadt eng mit speziell weitergebildeten Kieferorthopäden und Zahnärzten zusammen. Operative Eingriffe sollten erwogen werden, falls stark vergrößerte Mandeln den Rachen einengen oder die CPAP-Maske nicht toleriert wird. Ein Zungenschrittmacher, welcher über eine Elektrode den Zungennerv im Schlaf stimuliert (Inspire) ist ein zuverlässiges Verfahren. Auf diese Weise wird ein Zurückfallen der Zunge im Schlaf verhindert und so die Atemwege offengehalten.

Über Nacht im Schlaflabor

Mit einer entsprechenden Indikation auf eine körperlich bedingte Schlafstörung wird der Schlaf eine oder mehrere Nächte hindurch mit verschiedenen Geräten überwacht und aufgezeichnet. Im Schlafzentrum Ingolstadt dürfen Patienten dazu in sechs speziellen mit Polysonographieplätzen (PSG) ausgestatteten Zimmern die Nacht verbringen. Das Monitoring erfolgt im Nebenraum. Für die Analyse und Messung der Körper- und Gehirnaktivitäten in den unterschiedlichen Schlafphasen werden dem Patienten vor dem Zubettgehen Kabel und Elektroden angelegt, mit denen man wie gewohnt schlafen kann. Während der Nacht misst ein Elektroenzephalogramm (EEG) die Gehirnströme, ein Elektrokardiogramm (EKG) die Herzfrequenz und ein Elektrookulogramm (EOG) die Augenbewegungen. Die Muskelaktivität dokumentiert die Elektromyografie (EMG), die Sauerstoffsättigung überwacht ein Sensor auf der Fingerspitze. Eine Videoüberwachung sorgt für Sicherheit und hilft, das Schlafverhalten zu analysieren.

Ein individuelles Therapiekonzept

Die Auswertung und Besprechung der Ergebnisse erfolgt separat in der HNO-Praxis mit den Spezialisten Dr. Carsten Schroen oder Dr. Christian Heisterkamp. Ein genau auf den Patienten zugeschnittenes Therapiekonzept berücksichtigt sowohl konservative Lösungen (Unterkieferprotrusionsschiene, nCPAP-Therapie), als auch operative Eingriffe, wie eine Straffung der Gaumenmuskulatur und das Kürzen des Gaumenzäpfchens (Uvulo-Palato-Pharyngo-Plastik) oder einen Zungengrundschrittmacher (Inspire) bei sehr ausgeprägter Schlafapnoe.



HNO-Zentrum Ingolstadt

HNO-Zentrum Ingolstadt

Beschreibung

Hals – Nasen – Ohren
  • Klassische HNO
  • Operative Leistungen
  • Plastische und Ästhetische Gesichtschirurgie
  • Schlafmedizin | Schlaflabor
  • Kinder-HNO

 


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